Nach einem Urteil wird am Montag die Beatmung abgestellt.

Fort Worth. Eine hirntote Schwangere in den USA, die über Wochen gegen den Willen von Angehörigen künstlich am Leben gehalten wurde, darf jetzt sterben. Ein Gericht in Texas ordnete an, dass die Ärzte am Montag Abend (Ortszeit) die Beatmungsgeräte für die 33-jährige Marlise Muñoz ausschalten sollen, berichtete die „New York Times“. Der Fall hatte in den USA eine heftige Debatte über Sterbehilfe ausgelöst.

Ein Gesetz in Texas verbietet, die Beatmungsgeräte abzustellen

Kürzlich war festgestellt worden, dass der Fötus der Hirntoten schwer deformiert ist. Die Frau ist in der 22. Schwangerschaftswoche. Die Ärzte hatten in dem über Wochen anhaltenden Streit argumentiert, das Gesetz in Texas verbiete es, bei Schwangeren lebenserhaltende Maßnahmen zu kappen. Doch das Gericht kam den Angaben zufolge zum Schluss, dass die Patientin bereits tot sei. Daher habe das Gesetz keine Gültigkeit.

Die Frau war im November vermutlich wegen einer Lungenembolie zusammengebrochen. Ärzte erklärten sie für hirntot. Die Eltern kämpfen um das Recht ihrer Tochter zu sterben. Die Angehörigen sagten, Muñoz habe nie lediglich von medizinischer Technologie am Leben gehalten werden wollen. dpa

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