Den Zuschlag bekam der Ex-Schwiegersohn des inzwischen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilten Amokläufers.

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Für einen Bruchteil des Wertes kam das Haus unter den Hammer.

Für einen Bruchteil des Wertes kam das Haus unter den Hammer.

dpa

Für einen Bruchteil des Wertes kam das Haus unter den Hammer.

Schwalmtal. Am Freitagmittag ist vor dem Amtsgericht in Viersen das Haus zwangsversteigert worden, in dem am 18. August 2009 der Rentner Hans P. zwei Anwälte und einen Gutachter erschossen hatte. Den Zuschlag bekam der Ex-Schwiegersohn des inzwischen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilten Amokläufers.

Der Streit von P.s Tochter mit ihrem Ex-Ehemann war Auslöser der Bluttat gewesen. Die Geschiedenen konnten sich nicht darüber einigen, wie viel das Haus wert sei und wer es unter welchen Bedingungen behalten könne.

P. wähnte seine Tochter als Opfer einer Verschwörung zwischen dem Ex-Mann, den Anwälten und Gutachtern. Deshalb lief er Amok.

Das Gericht hatte den Wert des Hauses auf 277 140 Euro festgesetzt. Zahlen muss der neue Eigentümer allerdings nur 40.000 Euro, dazu noch eine Hypothek in Höhe von 61.000 Euro. Der Ex-Schwiegersohn will selbst nicht einziehen. Er habe nur geboten, "damit endlich Ruhe einkehrt".

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