Solingen. Eine Solinger Gesamtschülerin ist an Tuberkulose (TBC) erkrankt. Bereits im August war die 17-Jährige mit typischen Beschwerden wie Husten, Auswurf und erhöhter Temperatur zum Arzt gegangen. Als Medikamente nicht anschlugen, wurde durch ein Röntgenbild eine "kulturell offene Lungentuberkulose" festgestellt. Daraufhin wurde die Schülerin in ein Lungen-Krankenhaus eingewiesen. Dort liegt sie immer noch auf der Isolierstation - wohl auch, weil einige der vier verabreichten Medikament-Sorten nicht angeschlagen sind.

Lebensgefahr bestand zu keiner Zeit, hieß es am Mittwoch. Ebenso sei eine Ansteckung fast auszuschließen. Um sicher zu gehen, ordnete die Stadt Solingen eine Umgebungsuntersuchung an. Darin werden ab Montag etwa 80 Lehrer und Mitschüler mit einer Blutuntersuchung auf etwaige Herde getestet. Die Untersuchung wurde jetzt erst möglich, weil Tests vor Ablauf einer achtwöchigen Frist zu verfälschten Ergebnissen geführt hätten.

Obwohl die "weiße Pest" schon längst als besiegt galt, gab es in NRW in diesem Jahr bereits mehr als 800 TBC-Fälle.

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