Schon im September 2008 gab es ernstzunehmende Grundwasserprobleme an der U-Bahn-Baustelle.

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Der Kölner OB Fritz Schramma war über Probleme beim U-Bahn-Bau nicht informiert worden.

Der Kölner OB Fritz Schramma war über Probleme beim U-Bahn-Bau nicht informiert worden.

dpa

Der Kölner OB Fritz Schramma war über Probleme beim U-Bahn-Bau nicht informiert worden.

Köln. Weil der Kölner Baudezernent wichtige Informationen zum Stadtarchiv-Einsturz zurückgehalten haben soll, drohen ihm nun Konsequenzen. Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) leitete am Montag ein Disziplinarverfahren gegen seinen Baudezernenten Bernd Streitberger (CDU) ein. Beim Einsturz waren am 3.März zwei junge Männer getötet worden. Schwere Grundwasserprobleme an der angrenzenden U-Bahn-Baustelle waren vermutlich Auslöser des Unglücks.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass es schon im September 2008 ernstzunehmende Grundwasserprobleme an der U-Bahn-Baustelle gegeben hatte. Das geht aus Baustellenprotokollen hervor, die Streitberger und die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) zwar spätestens seit 12. März kannten, über die sie Schramma den Angaben zufolge aber nicht informierten.

Der OB bezeichnete das Zurückhalten der Informationen als Skandal und kündigte an, einen Weiterbau der U-Bahn gebe es jetzt nur noch nach Begutachtung durch unabhängige Experten. Die KVB hatten einen "kleinen hydraulischen Grundbruch" eingeräumt und wollten - auch nach Rücktrittsforderungen gegen den Technischen Vorstand Walter Reinarz - eigentlich am Montag detailliert Auskunft geben. Der Termin wurde aber überraschend abgesagt.

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