Bis zu 20 Zentimeter Schnee: Flughafen Düsseldorf für drei Stunden gesperrt, Verspätungen bei Bahnen und Bussen, kilometerlange Staus.

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Des einen Leid, des andren Freud’: Svantje genießt am Ananasberg im Hofgarten die weiße Pracht.

Des einen Leid, des andren Freud’: Svantje genießt am Ananasberg im Hofgarten die weiße Pracht.

Bernd Schaller

Des einen Leid, des andren Freud’: Svantje genießt am Ananasberg im Hofgarten die weiße Pracht.

Düsseldorf. Schnee und Eis haben in der Nacht zu Montag und am Morgen in weiten Teilen Deutschlands für starke Verkehrsbehinderungen gesorgt. Stark betroffen war NRW, wo stellenweise bis zu 20 Zentimeter Schnee fielen. Die A 43 zwischen Münster und Wuppertal war stundenlang gesperrt, weil sich ein Laster querstellte. Insgesamt gab es auf den Autobahnen an Rhein und Ruhr Staus von 240 Kilometern Länge.

Wegen der glatten Straßen kam es landesweit zu Hunderten von Unfällen, die jedoch meist glimpflich verliefen. "Es hätte schlimmer kommen können", sagte ein Sprecher der Landesleitstelle in Neuss. Das zunächst befürchete Chaos sei ausgeblieben.

Der Düsseldorfer Flughafen musste von 6 bis 9 Uhr den Betrieb einstellen, weil die Räumdienste die Start- und Landebahnen nicht von Schnee freihalten konnten. Insgesamt 48 Flüge hatten teils stundenlange Verspätungen, zehn Flüge fielen aus.

Festgefrorene Weichen stoppen S-Bahnen und Zugverkehr

Auch der Bahnverkehr wurde durch Schnee und Eis behindert. Landesweit kam es nach Angaben eines Bahnsprechers vor allem wegen festgefrorener oder eingeschneiter Weichen zu Verspätungen. Einzelne Züge fielen ganz aus. Besonders betroffen war die S-Bahn-Linie1 Dortmund- Düsseldorf. Außerdem gab es Verspätungen beim Regionalexpress Duisburg-Hamm.

Besonders schlimm betroffen war bereits am Sonntag die A2 westlich von Hannover. Die hügelige Strecke musste ab der Abfahrt Lauenau von 22 bis 3 Uhr morgens gesperrt werden. Dadurch kam es zu einem Rückstau von 35 Kilometern, in dem hunderte Autofahrer feststeckten. "Das war Montagnacht ziemlich gruselig", sagte am Montag ein Polizeisprecher in Hannover. Weil zahlreiche Fahrer von Autos und Lkw in dem mitternächtlichen Stau eingeschlafen waren, mussten sie von Polizisten geweckt werden, damit der Verkehr wieder fließen konnte.

Und was bringen die nächsten Tage? "Wenn überhaupt, nur noch die eine oder andere Schneeflocke", sagte Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst. Allerdings: Es wird in den nächsten Tagen bitterkalt. Tagsüber Dauerfrost und nachts klirrende, fast schon sibirische Kälte, mit örtlich bis zu minus 20Grad oder darunter.

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