Mehr als 300 Kilometer Stau auf Autobahnen an Rhein und Ruhr. Düsseldorfer Flughafen zeitweise gesperrt.

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Ab dem späten Nachmittag wurden – wie hier auf der A 52 bei Ratingen – vielerorts die Straßen zu Rutschbahnen.

Ab dem späten Nachmittag wurden – wie hier auf der A 52 bei Ratingen – vielerorts die Straßen zu Rutschbahnen.

dpa

Ab dem späten Nachmittag wurden – wie hier auf der A 52 bei Ratingen – vielerorts die Straßen zu Rutschbahnen.

Düsseldorf. Tief „Petra“ kam spät, aber mit Macht: Schnee und Eis haben am Donnerstagabend in NRW den Verkehr auf Autobahnen, Flugplätzen und bei der Bahn teilweise lahmgelegt. „Es gibt Autobahnen, auf denen nichts mehr geht“, hieß es bei der Landesleitstelle der Polizei. Die A 43 wurde wegen Eisglätte zwischen Sprockhövel und Wuppertal vorübergehend gesperrt.

Heißer Tee und Decken für Stau-Opfer auf der A 1

Auf der A 1 stand der Verkehr still: Zwischen Köln und Dortmund wurden in beiden Richtungen bis zu 40 Kilometer Stau und stockender Verkehr gemeldet – bei Remscheid hatten sich mehrere Lkw quergestellt.

Gegen 20 Uhr rückten das Remscheider Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk aus, um im Stau gefangene Autofahrer mit heißem Tee und Decken zu versorgen. Im Regierungsbezirk Köln erließen die Ordnungsbehörden am frühen Abend ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Lkw-Fahrer wurden aufgefordert, die Autobahnen zu verlassen.

Am Düsseldorfer Flughafen wurde von 19 bis kurz nach 21 Uhr wegen des dichten Schneefalls der Verkehrsbetrieb komplett eingestellt: Betroffen waren davon 90 abgehende und ankommende Flüge.

Bei der Bahn kam es sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr zu teilweise massiven Verspätungen. Reisende von Hamm nach Düsseldorf mussten Verspätungen von mehr als 40 Minuten in Kauf nehmen.

Massive Zugverspätungen im Regionalverkehr

Am frühen Nachmittag kam es unter anderem zwischen Wuppertal und Remscheid zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Besonders betroffen waren die Verbindungen S 8 und S 9.

Ein Vergnügen waren die Schneemassen für die Schüler in NRW: Schulen in Dortmund, Hamm und dem Münsterland gaben am Donnerstag nach ein paar Stunden unterrichtsfrei. In Wuppertal wurden vorsorglich Schulen, Sporthallen und Schwimmbäder geschlossen.

Für heute haben viele Schulen den Schülern freigegeben, die übrigen stellen den Schulbesuch der Kinder in das Ermessen der Eltern.

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