Dusche statt Whirlpool, Mikrowelle statt Pizzaofen: Der luxuriöse Airbus des Präsidenten muss abspecken.

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Kein fliegender Whirlpool für den Präsidenten der fünftgrößten Weltmacht: Nicolas Sarkozy wird im neuen Regierungs-Jet keine Pool-Parties feiern können. Die Economy-Class bleibt ihm dennoch erspart.

Kein fliegender Whirlpool für den Präsidenten der fünftgrößten Weltmacht: Nicolas Sarkozy wird im neuen Regierungs-Jet keine Pool-Parties feiern können. Die Economy-Class bleibt ihm dennoch erspart.

dpa

Kein fliegender Whirlpool für den Präsidenten der fünftgrößten Weltmacht: Nicolas Sarkozy wird im neuen Regierungs-Jet keine Pool-Parties feiern können. Die Economy-Class bleibt ihm dennoch erspart.

Paris. "Air Sarko One" nennen die Franzosen die neue Maschine des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy - in Anspielung auf den amerikanischen Regierungsjumbo "Air Force One". Die abenteuerlichsten Spekulationen ranken sich um den 176 Millionen Euro teuren Airbus. Der Präsident bettet sein Haupt künftig auf ein Schlaflager im King-Size-Format. Der Airbus A 330-200, ehedem ein Passagierjet (324 Sitze), verfügt über 60 Sitze, Internet, Telefon und Fax, der Konferenz-Tisch bietet elf Personen Platz. Regierungssprecher Luc Chatel sagt: "Die Ausstattung entspricht dem, was sich für die fünfgrößte Weltmacht gehört."

Wäre es nach dem Willen des Staatschefs gegangen, hätten sie einen Pizzaofen, einen Whirlpool und einen Rauchsalon in den Jet einbauen sollen. Abwegig? Nicht wirklich: Wurde nicht schon bei Frankreichs EU-Ratspräsidentschaft eigens für den Staatschef im Pariser Grand Palais eine 250 000 Euro teure Duschkabine aufgestellt, die jedoch kein einziges Mal benutzt wurde? Und nun dieses drollige Bild: Der Präsident düst - den Zigarrenstumpen im Mundwinkel und vergnügt im Pool planschend - um die Erde.

Nun, die Badewanne haben sie ihm höflich ausgeredet: wegen akuter Überschwemmungsgefahr bei Turbulenzen. Auch aus dem Pizzaofen wird nichts, ihn ersetzt eine Mikrowelle, und blauer Dunst an Bord ist ebenfalls nicht vorgesehen.

Dass auch die abgespeckte "Air Sarko One"-Version Gegenstand heftiger politischer Kontroversen ist, hat sich Nicolas Sarkozy selbst zuzuschreiben. Denn erst vor kurzem verordnete er seinen Ministern und Staatssekretären einen eisernen Sparkurs.

Noch steht "Air Sarko One" in Bordeaux im Hangar, aber schon im Oktober darf Sarko erstmals abheben.

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