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Transmissionselektronenmikroskop-Aufnahme von Viren der Spanischen Grippe. Die Schweinegrippe ist damit eng verwandt.

Transmissionselektronenmikroskop-Aufnahme von Viren der Spanischen Grippe. Die Schweinegrippe ist damit eng verwandt.

dpa

Transmissionselektronenmikroskop-Aufnahme von Viren der Spanischen Grippe. Die Schweinegrippe ist damit eng verwandt.

Berlin (dpa) - Die Zahl der Grippefälle in Deutschland steigt derzeit wieder deutlich an. „Daran ist aber nichts unüblich. Weder die Häufigkeit noch der Zeitraum“, sagte Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch in Berlin. Aktuelle Meldezahlen sollten am Nachmittag veröffentlicht werden.

Die einzige Besonderheit der beginnenden Grippewelle sei, dass wie bei der zurückliegenden Pandemie verstärkt schwere Verläufe und Todesfälle bei Kindern und jungen Menschen zu verzeichnen seien. In diesem Jahr sind nach derzeitigem Kenntnisstand etwa drei Viertel der Grippekranken mit dem Schweinegrippevirus H1N1 infiziert.

Nach wie vor verläuft eine Erkrankung jedoch in den meisten Fällen problemlos. Deshalb reicht aus RKI-Sicht die Empfehlung der Ständigen Impfkommission aus, chronisch kranke Kinder und Jugendliche gegen Grippe impfen zu lassen. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte hatte empfohlen, den gesamten Nachwuchs zu immunisieren.

„Auch das schadet natürlich nicht“, ergänzte die RKI-Sprecherin. Zum jetzigen Zeitpunkt mache eine Impfung für die üblichen Risikogruppen, zu der erstmals auch Schwangere zählen, noch Sinn. Der saisonale Impfstoff deckt in diesem Jahr neben dem Schweinegrippenvirus H1N1 auch zwei weitere Virustypen ab, die gleichfalls bereits in geringem Ausmaß in Deutschland zirkulieren.

In anderen Ländern Europa ist die Erkrankungssituation ähnlich. In einer Grippesaison sterben in Deutschland im Durchschnitt 8 000 bis 11 000 Menschen in Folge der Erkrankung, schätzen Experten. In der Regel sind davon zum allergrößten Teil Ältere betroffen.

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