Statt 21 000 queren täglich noch 3000 Brummis die A1-Rheinbrücke trotz Verbot.

Verkehr
Noch immer fahren täglich Tausende Lastwagen über die Brücke.

Noch immer fahren täglich Tausende Lastwagen über die Brücke.

dpa

Noch immer fahren täglich Tausende Lastwagen über die Brücke.

Leverkusen. Das Lkw-Problem auf der maroden Rheinbrücke der Autobahn 1 bei Leverkusen hat sich deutlich abgeschwächt. „Statt der 21 000 Lastwagen, die noch vor wenigen Wochen die Brücke trotz Verbot befuhren, sind es heute nur noch 3000 am Tag“, bilanziert Jürgen Herrmanns vom Landesbetrieb Straßen NRW. Das Erfolgsrezept: Eine neue Verkehrsführung, die Lastwagen bereits frühzeitig vor der Brücke auf eine Umleitung zwingt. Doch, ob diese aktuelle Zahl für die Sanierung tolerierbar ist, ist noch unklar.

Durchgezogene Linien drängen Brummis auf Ausweichstrecken ab

Konkret ist rund um die Brücke die Streckenführung verschärft worden. Lastwagen, die aus Richtung Burscheid auf die Brücke zu fahren, werden mit Sperrungen auf die rechte Spur abgedrängt, die mit einer durchgezogenen Linie dann am Leverkusener Kreuz direkt auf die A 3 leitet. Brummis, die ins Leverkusener Zentrum wollen, werden wenig später am Kreuz Leverkusen-West endgültig von der A 1 geleitet.

Ähnlich sieht es auf der linken Rheinseite aus. Dort weisen ab dem Kreuz Köln-Nord Schilder auf das Brückenverbot für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht hin. Wer das übersieht oder ignoriert, wird dann an der Ausfahrt Niehl über die umgebaute rechte Spur von der Autobahn geleitet und muss in entgegengesetzter Richtung wieder auffahren.

Firmen prüfen, ob die Brücke ruhig genug für die Schweißarbeiten ist

Die Zahl der Verbotsbrecher ist entscheidend für die Reparaturen an der Brücke. Die tonnenschweren Fahrzeuge verursachen Schwingungen, die die Sanierung der Brücke behindern. „Für die Schweißarbeiten an den Querträgern wird Ruhe im Bauwerk benötigt“, erklärt Herrmanns.

Derzeit prüften die Firmen, ob die Brücke bereits ruhig genug sei, um die dicken Bleche zu schweißen. „Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Polizei die Maßnahmen gegen die Verbotsbrecher weiter ausdehnen“, so Herrmanns. Wie das aussähe? „Dann müssen wir die Lkw-Betreiber noch stärker über die langfristigen Folgen ihres Handels aufklären“, sagt Dirk Hinze von der Führungsstelle Verkehr der Kölner Polizei. Auch bei den Kontrollen könne man technisch und personell noch zulegen.

Durch die Schweißarbeiten soll die Brücke bis März wieder für den Lkw-Verkehr befahrbar werden. Aktuell werde rund um die Uhr an der Baustelle gearbeitet. „Nach dem heutigen Stand ist der Zeitplan nicht gefährdet“, sind sich Landesbetrieb und Verkehrsministerium einig.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer