Niederländische KLM will passende Gesprächspartner für die Passagiere suchen – mit Hilfe des Facebook-Profils.

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Eine gute Reise beginnt mit einem sympathischen Nachbarn. Passagiere könnten bald per Facebook-Profil auf die Plätze verteilt werden.

Eine gute Reise beginnt mit einem sympathischen Nachbarn. Passagiere könnten bald per Facebook-Profil auf die Plätze verteilt werden.

Maurizio Gambarini

Eine gute Reise beginnt mit einem sympathischen Nachbarn. Passagiere könnten bald per Facebook-Profil auf die Plätze verteilt werden.

Düsseldorf. Ein Flug kann eine sehr langweilige Angelegenheit sein – oder eine anstrengende, je nachdem, was für einen Sitznachbarn man erwischt. Die niederländische Fluggesellschaft KLM will ihren Passagieren bald die Gelegenheit geben, das zu ändern. „Social Seating“ (in Deutsch etwa: „soziale Sitzverteilung“) heißt das Zauberwort.

Die Idee: Passagiere können beim Online-Einchecken freiwillig ihr Profil bei Facebook oder beim Berufsnetzwerk LinkedIn angeben. Dieses wird automatisch mit den öffentlich einsehbaren Profilen anderer teilnehmender Fluggäste verglichen: Beruf, Hobbys, Musikgeschmack – heraus kommt im Idealfall der perfekte Sitznachbar.

Details wollte KLM am Mittwoch noch nicht mitteilen, aber die Möglichkeiten, die ein solcher Flug eröffnet, scheinen grenzenlos zu sein: Geschäftsleute könnten neue Kontakte knüpfen, gleichgesinnte Fußballfans in Erinnerungen an glorreiche Spiele ihres Vereins schwelgen oder Reisefans Tipps über die tollsten Ziele austauschen.

Auf dem Langstrecken-Flug den Partner fürs Leben finden?

Und, wer weiß, vielleicht würden Singles – gezielt zusammengesetzt – über den Wolken gleich den Partner fürs Leben kennenlernen.

Einen ersten Schritt bei der Nutzung sozialer Netzwerke für die Sitzverteilung hatte Anfang dieses Jahres Malaysia Airlines gemacht. Die Fluggesellschaft bietet beim Online-Check-in die Möglichkeit, prüfen zu lassen, ob jemand aus der Facebook-Freundesliste an Bord ist. KLM geht nun noch deutlich weiter.

Ob’s ein Erfolg wird, muss sich erst zeigen. Schließlich kann jemand mit vollkommen gleichen Interessen auch schnell langweilig werden . . .

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