Großeinsatz wegen möglicher Anschläge
Nach der Razzia führen die Polizisten einen Verdächtigen ab.

Nach der Razzia führen die Polizisten einen Verdächtigen ab.

dpatopbilder RECROP - Polizisten führen bei einer Razzia gegen Islamisten am 04.02.2016 in Berlin einen mit einem Tuch verdeckten Verdächtigen ab. Bei Razzien in mehreren Bundesländern hat die Polizei mehrere Islamisten festgenommen, die ein Attentat in Deutschland oder im europäischen Ausland geplant haben sollen. Foto: Paul Zinken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Paul Zinken, Bild 1 von 2

Nach der Razzia führen die Polizisten einen Verdächtigen ab.

Düsseldorf. Mit 450 Beamten ist die Polizei am Donnerstagmorgen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gegen mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat vorgegangen. Die Ermittlungen richten sich gegen vier Angehörige der dschihadistischen Szene "wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat", wie die Berliner Polizei mitteilte. Die Männer stammen aus Algerien.

Verdacht: Vier Männer planten Anschlag und hätten IS-Kontakt

Es bestehe der Verdacht, dass die vier Männer an der Planung von Gewalttaten in Deutschland beteiligt seien und Kontakte zum IS hätten. "Einer von ihnen wird wegen Zugehörigkeit zum IS auch von den algerischen Behörden gesucht. Er ist nach dem Ergebnis der Ermittlungen in Syrien militärisch ausgebildet worden." Der Mann wurde einem Berliner Polizeisprecher zufolge in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Dort wurde auch eine Frau wegen eines Haftbefehls in anderer Sache festgenommen. Zudem nahm die Polizei einen der vier Algerier in Berlin wegen Urkundenfälschung fest.

Großeinsatz wegen möglicher Anschläge
Nach der Razzia führen die Polizisten einen Verdächtigen ab.

Nach der Razzia führen die Polizisten einen Verdächtigen ab.

dpatopbilder RECROP - Polizisten führen bei einer Razzia gegen Islamisten am 04.02.2016 in Berlin einen mit einem Tuch verdeckten Verdächtigen ab. Bei Razzien in mehreren Bundesländern hat die Polizei mehrere Islamisten festgenommen, die ein Attentat in Deutschland oder im europäischen Ausland geplant haben sollen. Foto: Paul Zinken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Paul Zinken, Bild 1 von 2

dpatopbilder RECROP - Polizisten führen bei einer Razzia gegen Islamisten am 04.02.2016 in Berlin einen mit einem Tuch verdeckten Verdächtigen ab. Bei Razzien in mehreren Bundesländern hat die Polizei mehrere Islamisten festgenommen, die ein Attentat in Deutschland oder im europäischen Ausland geplant haben sollen. Foto: Paul Zinken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

In Berlin durchsuchten demnach Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt vier Wohnungen in den Stadtteilen Kreuzberg und Tempelhof sowie zwei Arbeitsstellen in Berlin-Mitte. Zeitgleich habe es Durchsuchungen der Länderpolizeien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gegeben.

Die Ermittlungen seien in enger Kooperation mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Bundeskriminalamt, der Generalstaatsanwaltschaft Hamm und den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geführt worden. "Bei den zeitgleich zur Ergreifung durch Spezialkräfte erfolgten Durchsuchungen wurden unter anderem Computer, Mobiltelefone und Aufzeichnungen sichergestellt, deren Auswertung andauert", teilte die Polizei weiter mit.

"Bevor wir weitere Schlüsse ziehen können, müssen wir die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und die Auswertung der sichergestellten Objekte abwarten", erklärte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU). Die Bedrohungslage durch militante Islamisten bleibe hoch. "Wir haben weiterhin allen Grund, wachsam und vorsichtig zu sein." Deshalb seit ein konsequentes Vorgehen gegen die Islamistenszene geboten, besonders wenn es um mögliche IS-Bezüge gehe.(afp)

Die mutmaßlichen Mitglieder der am Donnerstag aufgeflogenen islamistischen Terrorzelle haben verschlüsselt kommuniziert. Die Verdächtigen hätten unter großer Geheimhaltung verdeckt operiert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Sicherheitskreisen. Eine Verbindung zu den Terrorwarnungen an Silvester in München oder zur Absage eines Fußball-Länderspiels in Hannover im November sei derzeit nicht zu erkennen, hieß es.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer