Etliche Bewohner von Bundaberg mussten ihre Häuser verlassen. Foto: Dan Peled
Etliche Bewohner von Bundaberg mussten ihre Häuser verlassen. Foto: Dan Peled

Etliche Bewohner von Bundaberg mussten ihre Häuser verlassen. Foto: Dan Peled

Rucksacktouristen finden Unterschlupf in einer Notunterkunft in Bundaberg. Foto: Dan Peled

Junge Männer surfen auf einer überfluteten Straße in Australien. Foto: David Kapernick

Auch in Teilen von New South Wales stehen die Straßen unter Wasser. Foto: Dave Hunt

Der heftige Regen zog hinter Tropensturm Oswald mit Sturmböen über Bundaberg und die ganze Küstenregion. Foto: Dan Peled

Die Küste vor Burleigh Heads in Queensland ist mit einem Gischtteppich bedeckt. Foto: Nicole Armitstead

dpa, Bild 1 von 6

Etliche Bewohner von Bundaberg mussten ihre Häuser verlassen. Foto: Dan Peled

Sydney (dpa) - Schwere Überschwemmungen haben an der australischen Ostküste am Montag heftige Verwüstungen angerichtet. In Todesangst konnten sich viele Einwohner der am schwersten betroffenen Stadt Bundaberg nur noch auf ihre Hausdächer retten.

Die reißenden Wasserströme machten es den Rettern unmöglich, die Eingeschlossenen mit Booten zu erreichen. Polizei und Feuerwehr mussten sie mit Hubschraubern in Sicherheit bringen. Mindestens zwei Menschen kamen in Queensland ums Leben. 2000 Grundstücke und 1200 Häuser wurden überflutet.

In Bundaberg 385 Kilometer nördlich von Brisbane wurden die schlimmsten Überschwemmungen seit Beginn der Aufzeichnungen 1893 gemessen. Der Fluss Burnett durchbrach alle Deiche. Das Wasser rauschte mit einer Geschwindigkeit von 75 Kilometern in der Stunde durch manche Straßen. «Bei der Geschwindigkeit und den steigenden Pegeln bedeutet das, dass ganze Häuser fortgerissen werden können», warnte der Premierminister von Queensland, Campbell Newman. Die Feuerwehr ordnete die Räumung ganzer Stadtteile an. Bundaberg hat rund 70 000 Einwohner. «Dieses Wasser ist eine Katastrophe für die Häuser, vor allem die Holzhäuser», sagte Polizeichef Rowan Bond. «Die Leute sind in unmittelbarer Gefahr.»

Zwei Menschen kamen in Queensland ums Leben. Ein 81 Jahre alter Segler ertrank, nachdem sich seine Jacht vom Anker losgerissen hatte, ein 27-Jähriger wurde in den Fluten eines angeschwollenen Flusses davongerissen und von der Strömung unter Wasser gezogen. Auch in Gympie und Maryborough nördlich von Brisbane und weiter im Hinterland drohten Dämme zu brechen. In Lockyer Valley westlich von Brisbane wurden Evakuierungen angeordnet. Dort waren 2011 bei schweren Überschwemmungen 19 Menschen ums Leben gekommen.

Nach der Hitzewelle Anfang Januar brach Tropensturm Oswald vergangene Woche über die Küstenregion herein. Der Nordosten des Kontinents ist mit seinen kilometerlangen Sandstränden eine der Haupttouristenregionen. Die Zwei-Millionen-Stadt Brisbane weiter südlich machte sich auf Hochwasser im Laufe der Woche gefasst. Dort gab es erst vor zwei Jahren schwere Überschwemmungen. Der Wivenhoe-Staudamm konnte die Wassermassen nicht eindämmen, tausende Häuser wurden überschwemmt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer