Münchener Mode-Schickeria lief beim skurrilen Prozess in Düsseldorf auf.

Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp: Mit einem verschütteten Glas Champagner fing der Streit bei der Party an.
Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp: Mit einem verschütteten Glas Champagner fing der Streit bei der Party an.

Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp: Mit einem verschütteten Glas Champagner fing der Streit bei der Party an.

Mit einem verschütteten Glas Champagner fing der Streit bei der Party an.

DWI/dpa/gms, Bild 1 von 2

Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp: Mit einem verschütteten Glas Champagner fing der Streit bei der Party an.

Düsseldorf. Es war ein kleiner Riss im Zahnfleisch, den eine bekannte Münchener Modedesignerin (58) bei einer Vogue-Party im Düsseldorfer Schloss Eller davon trug. Die Dame, die auch Jutta Speidel oder die Kessler–Zwillinge einkleidet, hatte einem Frankfurter Pelzhändler ein Champagner-Glas ins Gesicht geschüttet. Der 67-Jährige wiederum warf ein Wasserglas zurück und traf die Designerin am Kopf.

Die Dame, die seitdem unter „posttraumatischen Störungen“ leiden will, erstattete Strafanzeige. Und so beschäftigte sich das Düsseldorfer Amtsgericht am Montag zum dritten Mal mit Szenen, die an den Film „Der Teufel trägt Prada“ erinnerten.

Doch am Montag stand vor Gericht nicht der Vorfall an sich im Vordergrund, sondern offensichtlich das Verhältnis zwischen der Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp und der Klägerin. Der Vorwurf: Arp habe als Gastgeberin nicht die Polizei holen wollen. Die Vogue-Chefin erklärte dazu im Zeugenstand: „Ich habe ihr gesagt, dass ich sie eigentlich rauswerfen müsse, weil ich es falsch finde, wenn es zu Handgreiflichkeiten kommt auf unseren Festen.“

Die Designerin fühlte sich ihrerseits von Arp im Stich gelassen: „Sie hat gesagt, trink dir einen, setz dich hin, das machst du ja sonst auch immer.“

Versöhnungsgespräch bei „eiskalter Freundlichkeit“

Einige Wochen nach dem Vorfall trafen sich die beiden Frauen in München. Während Arp von einer „entspannten Atmosphäre“ sprach, nahm die 58-Jährige ganz andere Eindrücke mit: „Das war eiskalte Freundlichkeit.“ Sie sei bei der Vogue untendurch, weil ihre Firma nach einer Pleite keine Anzeigen mehr schalten könne: „Früher war ich in jeder zweiten Ausgabe.“

Eigentlich sollte am Montag auch Mode-Macher Thomas Rath, Ex-Jury-Mitglied bei Germanys Next Top Model, aussagen. Doch der war wegen eines Umzugs nicht erreichbar. Das Strafverfahren gegen den Pelzhändler wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingestellt.

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