Es ist der Prozess um den größten Klinik-Skandal Deutschlands. Es geht um vier fahrlässige Tötungen, drei Körperverletzungen mit Todesfolge, einen Fall von unterlassener Hilfeleistung und mindestens 60 weitere Fälle verschiedenster Formen von Körperverletzung. Es geht um Menschen, denen ohne medizinische Notwendigkeit und ohne ihre Einwilligung Organe entnommen wurden - aus purer Profitgier. So sieht es die Anklage, und so sehen es vor allem die Betroffenen und deren Angehörige, die zum Teil als Nebenkläger vertreten sind.

Die schweren Vorwürfe restlos und zweifelsfrei aufzuklären, ist die Aufgabe des Gerichts. Vordergründige juristische Knall-Effekte wie jetzt der Befangenheitsantrag der Verteidigung mögen legal sein. Ob sie auch seriös sind, ist eine ganz andere Frage.

e-Mail: horst.kuhnes@wz-plus.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer