Mehr als 350 aufgebrachte Anwohner kommen zur Versammlung in den überfüllten Pfarrsaal von St. Maurinus.

Die Planungen für die Raststätte auf Leverkusener Stadtgebiet – sie betreffen Lützenkirchen und Steinbüchel. Illustration: Straßen.NRW/Montage: Uwe Miserius
Die Planungen für die Raststätte auf Leverkusener Stadtgebiet – sie betreffen Lützenkirchen und Steinbüchel. Illustration: Straßen.NRW/Montage: Uwe Miserius

Die Planungen für die Raststätte auf Leverkusener Stadtgebiet – sie betreffen Lützenkirchen und Steinbüchel. Illustration: Straßen.NRW/Montage: Uwe Miserius

Miserius, Uwe (umi)

Die Planungen für die Raststätte auf Leverkusener Stadtgebiet – sie betreffen Lützenkirchen und Steinbüchel. Illustration: Straßen.NRW/Montage: Uwe Miserius

Leverkusen. Der Pfarrsaal von St. Maurinus in Lützenkirchen platzte am Montagabend aus allen Nähten. Mehr als 350 Menschen kamen zur ersten Bürgerversammlung der Initiative „Lev kontra Raststätte“. „Der Saal hat nur 200 Plätze. Die Leute standen auch noch im Foyer“, berichtet Peter Westmeier von der Initiative, die Anfang Januar ihre Arbeit aufgenommen und bislang mehr als 3000 Flugblätter verteilt hat. Sie will verhindern, dass direkt vor der eigenen Haustür im Bereich Steinbüchel und Lützenkirchen die neue Raststätte gebaut werden soll, die in Burscheid wegen massiver Bürgerprotest verhindert wurde.

„Ein solches Projekt in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet ist doch Wahnsinn. Da kommen große Tanklager direkt vor die Terrassen und die Auffahrt führt fast direkt durch die Gärten der Anwohner“, sagt Westmeier. Bei einem Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW seien Widersprüche in der Argumentation aufgedeckt worden. „Man konnte uns nicht schlüssig erklären, was bei den Leverkusener Planungen anders sein soll als bei den aufgegebenen Plänen in Burscheid“, ärgert sich Westmeier.

Kritik: Mögliche Alternativen werden außer Acht gelassen

Kritik übt er auch daran, dass man das Interesse in Remscheid, die bestehende Raststätte an einem Gewerbegebiet zu erweitern, nicht berücksichtigt. „Das wäre doch schon aus Kostengründen die bessere Lösung“, sagt Westmeier. Er fordert den Landesbetrieb zudem auf, Alternativen wie einen Autohof zu überprüfen. „Aber da lehnt man die Zuständigkeit ab und verweigert so eine ganzheitliche Betrachtung des Problems, was wir für sehr schade halten“, sagt Westmeier.

Die Aufgabe der Initiative sei es, das Ganze aus Sicht der Bürger zu betrachten. Und diese seien am Montagabend ziemlich wütend gewesen und hätten auf die vorgestellten Informationen sehr emotional reagiert. „Ich kenne keinen Grundstücksbesitzer, der bereit ist, sein Eigentum für die Raststätte zu verkaufen. Eine dann drohende Enteignung wäre bei den möglichen Alternativen nicht zu verantworten“, sagt Westmeier, der bei der Sachlage gute Chancen sieht, das Projekt auch am Standort Lützenkirchen/Steinbüchel zu verhindern.

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