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Die Einsturzstelle, ein Jahr nach dem Unglück.

Die Einsturzstelle, ein Jahr nach dem Unglück.

Stephan Eppinger

Die Einsturzstelle, ein Jahr nach dem Unglück.

Köln (dpa). Ein Jahr nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs rufen mehrere Initiativen zum Protest auf. «Wir setzen ein Zeichen gegen diese Politik der Verantwortungslosigkeit, der mangelnden Transparenz und des Dilettantismus in Politik und Verwaltung in dieser Stadt», betonten die Initiativen «Aura 2009», «Köln kann auch anders» und «Kölner Komment».

Viele Bürger hätten kein Vertrauen mehr in die Politik und den Bauherrn der neuen U-Bahn: «Dass bis heute ­ ein Jahr nach der Katastrophe ­ noch immer niemand die politische Verantwortung oder Teilverantwortung für das Desaster übernommen hat, kommt einer zweiten Schuld und einer Verhöhnung der Opfer gleich.»

Die Initiativen, zu denen auch Kölner Schauspieler, Autoren und Künstler gehören, warben im Internet für ihre Veranstaltungen an diesem Mittwoch. Unter anderem will eine Initiative unter dem Titel «Schutt und Schande» Texte von Autoren lesen, deren Werke verschüttet wurden. Eine weitere Initiative ist ein «Zug der Fassungslosigkeit» zum früheren Standort des Archivs. Das Gebäude war am 3. März 2009 an einer U-Bahn-Baustelle eingestürzt, zwei jungen Männer starben.
 

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