TV-Stars wie Ulrich Tukur, Hella von Sinnen, Kurt Krömer oder Sky du Mont heißen eigentlich ganz anders – ein Überblick.

Doreen Grochowski (39) ist als Enie van de Meiklokjes unterwegs. Fotos (8): dpa
Doreen Grochowski (39) ist als Enie van de Meiklokjes unterwegs. Fotos (8): dpa

Doreen Grochowski (39) ist als Enie van de Meiklokjes unterwegs. Fotos (8): dpa

Friedrich Günther Raab (52) ist besser bekannt als Patrick Lindner.

Das Pseudonym von Elke Schletz (72) ist Elke Sommer.

Daniel César Martin Brühl González Domingo (35) alias Daniel Brühl.

Harry Heinz Herbert Juhnke (1929 – 2005) nannte sich Harald Juhnke.

Ilka Bessin (41) erlangte als Cindy aus Marzahn Berühmtheit.

Sky du Mont heißt eigentlich Cayetano Bremme Gaspar Neven du Mont (66).

Hella Kemper (54) nennt sich im Showleben Hella von Sinnen.

caroline pitzke, Bild 1 von 8

Doreen Grochowski (39) ist als Enie van de Meiklokjes unterwegs. Fotos (8): dpa

Düsseldorf. Die Namen Elke Schletz, Hella Kemper und Kerstin Poetke sagen kaum jemandem etwas, und auch die Erwähnung von Alexander Bojcan oder Hans-Jürgen Dohrenkamp dürfte bei den meisten nur ein Schulterzucken hervorrufen.

Kein Wunder, denn normalerweise treten die genannten Damen und Herren ja auch unter ihren Pseudonymen Elke Sommer, Hella von Sinnen und Kim Fisher beziehungsweise Kurt Krömer und Jürgen von der Lippe in Erscheinung.

Schauspieler Ulrich Tukur („Tatort“, „Rommel“) hat sein Künstlername nicht geschadet. Schließlich ist der 56-Jährige einer der vielbeschäftigten Stars im deutschen Fernsehen.

Geboren wurde der Schauspieler 1957 in Viernheim als Ulrich Gerhard Scheurlen, was zugegebenermaßen nicht ganz so mondän klingt wie Tukur.

Auf der Suche nach einem klangvolleren Namen wurden auch die Damen Doreen Grochowski, Andrea Scheu und Sonja Zimmer fündig: Sie sind dem TV-Publikum bekannt als Enie van de Meiklokjes, die ihre TV-Karriere beim Musiksender Viva startete, Andrea L’Arronge („Der Dicke“) und Rebecca Immanuel („Edel & Starck“).

Mit Künstlernamen die Showbühnen erobert

Viele Stars und Sternchen schmücken sich mit Künstlernamen, die neben dem bürgerlichen Namen sogar in den Personalausweis eingetragen werden dürfen – vorausgesetzt, der jeweilige Künstler kann nachweisen, dass er tatsächlich ein solcher ist.

Auch Angela Miebs, Beate Richard, Kätherose Derr und Karin Blauermel fanden einst ihre Namen fürs Showgeschäft ungeeignet und eroberten als Marlène Charell, Judy Winter, Karin Dor und Karin Baal Bühne, Bildschirm oder Kinoleinwand. Nicht zu vergessen Ilka Bessin, die als Cindy aus Marzahn berühmt wurde, oder Ralph Schwachmeier aus Herford, der in Fernsehfilmen oft den starken Mann markiert und im Abspann stets unter seinem Künstlernamen Ralph Herforth geführt wird.

Blödelbarde Guildo Horn schließlich heißt eigentlich Horst Köhler und damit genauso wie der ehemalige Bundespräsident. Doch nicht immer wollen Schauspieler und andere Künstler einen als zu gewöhnlich empfundenen Namen durch ein wohlklingendes Pseudonym ersetzen, manchmal geht es – ganz im Gegenteil – um eine dringend gebotene Vereinfachung.

Manche Namen mussten schlicht abgekürzt werden

So wurden aus Cayetano Bremme Gaspar Neven du Mont und Daniel César Martin Brühl González Domingo kurzerhand Sky du Mont („Der Schuh des Manitu“) und Daniel Brühl („Good Bye, Lenin!“). Nora Maria von Mitschke-Collande („Forsthaus Falkenau“) nennt sich als Schauspielerin schlicht Nora von Collande, Harry Heinz Herbert Juhnke (1929 – 2005) wurde als Harald Juhnke berühmt, und die ebenfalls verstorbenen holländischen Showmaster Rudolf Wijbrand Kesselaar und Loetje van Weerdenburg wuchsen dem deutschen Publikum unter ihren Pseudonymen Rudi Carrell und Lou van Burg ans Herz.

Dass Menschen den gleichen Namen mitunter völlig anders bewerten, zeigt das Beispiel von Horst Tappert (1923 – 2008) und des 39 Jahre alten Komikers Dieter Tappert: Der Erstgenannte verzichtete auf einen Künstlernamen und machte in der Krimiserie „Derrick“ eine steile Fernsehkarriere, der andere macht sich in Comedyshows lieber als Paul Panzer zum Affen.

Der bayrische Comedian Michael Mittermeier blieb seinem Namen treu, während seine als Gertraud Mittermayr geborene Landsmännin auf Michaela May umstieg, um im Fernsehen Karriere zu machen. Stefan Raab wurde unter diesem Namen auch geboren, sein Namensvetter Friedrich Günther Raab beglückt lieber als Patrick Lindner die Volksmusik-Fans.

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