Unterstützung nach Straftat – Landgericht Arnsberg geht mit gutem Beispiel voran.

Arnsberg. Im Landgerichtsbezirk Arnsberg soll sich ab Montag eine pensionierte Richterin um Verbrechensopfer kümmern. Das Landgericht hat die 66-Jährige zur ehrenamtlichen Opferschutz-Beauftragten ernannt. Die ehemalige Strafrichterin soll Geschädigten und traumatisierten Zeugen Hilfs- und Beratungsangebote vermitteln.

Es gebe immer wieder Berichte von Verbrechensopfern, die durch die Taten völlig aus der Bahn geworfen werden, begründete der Sprecher des Arnsberger Landgerichtes, Peter Marchlewski, das Hilfsangebot. „Die kerkern sich dann beispielsweise in der Wohnung ein, verlieren ihre Arbeit oder öffnen keine Post mehr“, sagte er. Den Richtern würden solche Fälle bei Strafprozessen häufiger auffallen. „Wir konnten aber bisher nicht helfen, weil wir uns dann von Täterseite den Vorwurf der Parteilichkeit machen lassen müssen“, sagte Marchlewski.

Einer der Fälle für die Opferschutz-Beauftragte: Eine mit einem Messer bedrohte Kiosk-Angestellte, die noch immer sehr unter der Tat leidet, bekommt nun Beratung und Ansprechpartner.

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