Solveig Slettahjell
Zwischen Jazz und Pop: Solveig Slettahjell. Foto: Universal

Zwischen Jazz und Pop: Solveig Slettahjell. Foto: Universal

dpa

Zwischen Jazz und Pop: Solveig Slettahjell. Foto: Universal

Berlin (dpa) - Die norwegische Jazzsängerin Solveig Slettahjell vereinigt auf ihrem neuen Konzeptalbum «Antologie» verschiedene Songstile und Songwriter und versteht diese auf ihre meisterliche Art zu interpretieren.

Seit ihrem letzten Album «Tarpan Season», bei dem die 40-Jährige überwiegend eigene Songs vorstellte, hat sich konzeptionell einiges getan. In der Heimat bekannt als Interpretin von Jazzklassikern verfolgt Slettahjell mit «Antologie» erneut musikalische Spuren der Vergangenheit und fügt sie zu einem homogenen Strauß musikalischer Größen zusammen.

Entstanden ist ein Album, das in seiner Herangehensweise und Songauswahl erfolgreichen Musikerkollegen wie Stacey Kent in nichts nachsteht. Eigentlich habe Slettahjell sich «immer zuerst als Sängerin und nur in zweiter Linie als Songwriterin betrachtet».

Neben frühen Gesangsambitionen im Kirchenchor begleitete sie als 13-Jährige sowohl traditionelle als auch Gospelchöre am Klavier. Zu Hause angekommen, konnte sie dann beides miteinander verbinden: Sie setzte sich an ihr Klavier, nahm sich einen Song vor, der sie gerade beschäftigte und fing an zu singen.

Ähnlich unvoreingenommenen sieht Slettahjell auch die jetzige Chance in der Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Freund und Pianisten Morten Qvenhild. Beide nahmen sich bekannte Songjuwelen vor und interpretierten sie auf ihre ganz persönliche Art neu. So lassen sich die unterschiedlichsten Songs wie beispielsweise von den Rolling Stones «Wild Horses», Nick Drake «Fly», Leonard Cohen «Famous Blue Raincoat» oder Abba «The Winner Takes It All» finden. Die Auswahl lässt an sich schon die melancholische Antriebsfeder erahnen.

Dennoch können der charmante unaufdringliche Gesang Solveig Slettahjells und die Virtuosität ihres musikalischen Begleiters den roten Faden noch straffer ziehen. Qvenhild übernimmt dabei persönlich das Zepter an den Aufnahmereglern und stimmt mit Slettahjell das passende Arrangement haargenau ab. Es braucht nicht viel: Neben dem Klavier reichen ein paar Akzente durch Stakkatospitzen, Synthesizerklänge oder Qvenhilds Autoharpspiel, um dem Ganzen die nötige Würze zu geben.

Solveig Slettahjell auf Tournee: 23.02.2012 Düsseldorf, 24.02.2012 Bremen, 26.02.2012 Hannover, 27.02.2012 Hamburg, 28.02.2012 Berlin, 15.03.2012 Karlsruhe, 17.03.2012 München, 18.03.2012 Freiburg, 19.03.2012 Heidelberg, 21.03.2012 Ingolstadt, 22.03.2012 Mainz

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