Nach zehn Jahren gibt es jetzt Hinweise auf den Mörder von Dennis. Er soll vier weitere Jungen getötet haben.

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Der Leiter der Mordkommission zeigt das Bild eines Opel Omega Caravan – der mutmaßliche Mörder soll ein solches Modell gefahren haben.

Der Leiter der Mordkommission zeigt das Bild eines Opel Omega Caravan – der mutmaßliche Mörder soll ein solches Modell gefahren haben.

dpa

Der Leiter der Mordkommission zeigt das Bild eines Opel Omega Caravan – der mutmaßliche Mörder soll ein solches Modell gefahren haben.

Verden. Vor zehn Jahren verschwand der neun Jahre alte Dennis unter mysteriösen Umständen aus einem Schullandheim in Wulsbüttel. Nach Tagen fanden Pilzsammler die Leiche des Jungen – er wurde von einem Unbekannten erstickt. Nun keimt bei den Fahndern wieder Hoffnung auf. Können neue Hinweise und Zeugenaussagen den Mörder des Kindes aus Osterholz-Scharmbeck endlich überführen?

Rund 7800 Spuren, insgesamt 80 Meter Akten, haben bislang nicht den Durchbruch gebracht. Dabei haben die Ermittler ein genaues Bild von dem Mann, der nicht nur den Tod des blonden Kindes mit den großen Augen, sondern auch vier weitere Morde auf dem Gewissen haben soll. Nicht Monster, nicht Maskenmann, wie ihn Medien bezeichneten, sondern der nette Nachbar von nebenan ist der Mörder mit pädophiler Neigung.

Ein Augenzeuge berichtet von einem „verstörten Jungen“ in einem Auto

Ein neuer Zeuge bringt möglicherweise Licht ins Dunkel: Er will zur Tatzeit den mutmaßlichen Mörder, einen 30 Jahre alten, bulligen Mann gesehen haben. In einem Opel Omega Caravan, auf der Rückbank habe ein „verstörter Junge“ im Pyjama gesessen.

Schon im Fall Mirco hatte ein Auto die Ermittler auf die richtige Spur geführt. Die Polizei stellt nach der Aussage Zusammenhänge zu anderen Fällen her. Sie glaubt, dass der Gesuchte bis 2004 vier weitere Jungen in Deutschland, Frankreich und Belgien getötet haben könnte.

Jetzt hoffen die Fahnder auf weitere Hinweise, möglicherweise auch von Nachbarn und Freunden. Für Polizei-Profiler steht fest, Serienmörder können sozial völlig unauffällig sein, ein bürgerliches Leben im Kreise der Familie führen.

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