Banda Aceh
Banda Aceh am 18. Januar 2005. Die Kraft der Wassermassen zerstörte unzählige Häuser und spülte zahlreiche Schiffe an Land. Foto: Ahmad Yusni

Banda Aceh am 18. Januar 2005. Die Kraft der Wassermassen zerstörte unzählige Häuser und spülte zahlreiche Schiffe an Land. Foto: Ahmad Yusni

Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger: «Die Menschen wären heute sicherlich besser vorbereitet.» Foto: Georg Wendt/Archiv

Menschen durchforsten am 29. Dezember 2004 die Reste ihres völlig zerstörten Hauses in Banda Aceh. Foto: Weda

Besucher warten vor dem Tsunami-Museum in Banda Aceh. Foto: Doreen Fiedler

Ein Museumsbesucher betrachtet eine Karte mit den indonesischen Tsunami-Gebieten. Foto: Hotli Simanjuntak

Ein Besucher fotografiert im Gedenkmuseum in Banda Aceh die Namen von Tsunami-Opfern. Foto: Hotli Simanjuntak

Soldaten bergen am 4. Jaunar 2005 Leichen. Insgesamt starben in Indonesien damals mehr als 130 000 Menschen, 37 000 werden bis heute vermisst. Foto: Weda

Die Region Aceh wurde durch den Tsunami besonders hart getroffen. Eine Luftaufnahme vom 1. Januar 2005. Foto: State Palace

Zerstörung in Banda Aceh am 10. Januar 2005. Foto: Ahmad Yusni

Vor einem zerstörten Schiff läuft ein Soldat am 3. Januar 2005 über eine Straße in der Region Aceh. Foto: Ardiles Rante/Archiv

dpa, Bild 1 von 10

Banda Aceh am 18. Januar 2005. Die Kraft der Wassermassen zerstörte unzählige Häuser und spülte zahlreiche Schiffe an Land. Foto: Ahmad Yusni

Hamburg (dpa) - Der Wiederaufbau nach dem verheerenden Tsunami vor zehn Jahren hat nach Ansicht von Plan-Chefin Maike Röttger in Indonesien gut funktioniert.

«Die Menschen in der am schwersten betroffenen Region Aceh im Norden Sumatras haben einen guten Weg gefunden, mit den Folgen der Katastrophe umzugehen», sagte Röttger der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die Häuser seien nun teilweise so gebaut, dass das Wasser hindurchfließen könne, es gebe überall Evakuierungszeichen und -wege, Wälder seien wieder aufgeforstet. «Die Menschen wären heute sicherlich besser vorbereitet auf einen Tsunami als damals.»

Es gibt demnach ein Museum, in dem der Opfer gedacht wird, und zwei Schiffe, die ins Landesinnere geschwemmt wurden, sind heute Gedenkstätten. «Die Menschen, die vor zehn Jahren noch sehr isoliert waren, sind offener geworden», sagte die Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks nach ihrem Besuch vor Ort. Der Tsunami im Indischen Ozean traf die abgeschottete, vom Bürgerkrieg gezeichnete Region am 26. Dezember 2004 besonders heftig. Insgesamt starben in Indonesien damals mehr als 130 000 Menschen, 37 000 werden bis heute vermisst.

Die Kinderhilfsorganisation war als eine der ersten vor Ort. In Aceh baute Plan Schulen, Kindergärten und Wohnhäuser wieder auf, führte Gesundheitsprogramme durch und versorgte die Flut-Opfer mit neuen Trinkwassersystemen. Mehr als 21 000 Kinder und ihre Eltern erhielten nach dem Unglück Hilfe zur Traumabewältigung. «Wir haben sogenannte Kinderschutzbereiche geschaffen, in denen Mädchen und Jungen wieder ein Stück Normalität erleben konnten.» Beim Schulaufbau durften die Kinder ihre Vorstellungen miteinbringen: So gibt es jetzt Bäume auf dem Schulhof, einen überdachten Gebetsplatz und eine Sitzecke.

Durch die Katastrophe hätten die internationalen Hilfsorganisationen gelernt, noch besser und enger mit Regierungen zusammenzuarbeiten, sagte Röttger. «Das passiert heute meist unter dem Dach der UNO in sogenannten Clustern, um dann so wirkungsvoll und schnell wie möglich die Hilfe umzusetzen.» Das habe sich zum Beispiel im vergangenen Jahr beim Taifun Haiyan auf den Philippinen bewährt, wo die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen gut funktioniert habe.

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