Langen (dpa) - Dem Bundesinstitut für Impfstoffe sind bislang 658 Verdachtsfälle von Reaktionen nach einer Schweinegrippe-Impfung gemeldet worden, darunter 15 Todesfälle. Bei keinem der gestorbenen Patienten sei jedoch ein Zusammenhang zwischen Impfung und Tod
festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen am Donnerstag.

Die meisten später gestorbenen Patienten seien vorerkrankt gewesen. Nach PEI-Angaben wurden bundesweit 4 bis 5,8 Millionen Dosen Pandemrix verimpft.

Erstmals gab es auch ein Fall nach der Impfung mit Celvapan, dem Impfstoff ohne Wirkverstärker (Adjuvans). "Das war eine anaphylaktische Reaktion", sagte die Sprecherin. Diese treten laut PEI nach Impfungen mit einer geschätzten Häufigkeit zwischen ein und zehn Fällen pro einer Million Dosen auf.

Das PEI verwies auf eine Studie aus Schweden, die ebenfalls unerwartete Reaktionen nach der Schweinegrippe-Impfung auflistet. Demnach wurden dort bis Mitte November unter anderem 26 000 Kinder bis drei Jahren geimpft.

Dabei wurden zwei Fälle von ernsthaften Reaktionen wie mehrmaliges Erbrechen gemeldet. Außerdem seien 31 000 Schwangere mit Pandemrix geimpft worden. 4 Fehlgeburten und ein im Mutterleib gestorbener Fötus standen dabei im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. In keinem dieser Fälle wurde die Impfung aber als Ursache bestätigt.

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