An den Küsten können die Sturmböen einhundert Kilometer pro Stunde erreichen Foto: Stefan Sauer/Archiv
An den Küsten können die Sturmböen einhundert Kilometer pro Stunde erreichen Foto: Stefan Sauer/Archiv

An den Küsten können die Sturmböen einhundert Kilometer pro Stunde erreichen Foto: Stefan Sauer/Archiv

dpa

An den Küsten können die Sturmböen einhundert Kilometer pro Stunde erreichen Foto: Stefan Sauer/Archiv

Offenbach (dpa) - Zum Wochenende müssen sich Millionen Menschen in Deutschland auf stürmisches Wetter und sogar Orkane einstellen. Am Samstag erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an den Küsten und in den Mittelgebirgen sogar bis zu Windstärke 12.

Selbst im Flachland werden Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometer erreicht. In der kalten Jahreszeit können Orkane über dem Atlantik entstehen und mit dem Westwind nach Europa ziehen.

Für die schleswig-holsteinischen Inseln und Halligen oder auch den Brocken im Harz werden laut DWD vereinzelte Orkanböen von mehr als 120 oder gar 130 Kilometern pro Stunde erwartet, am Freitag zunächst vor allem im Kreis Nordfriesland. Grund seien die beiden Orkantiefs «Elon» und «Felix». Bereits am Donnerstag kündigte der DWD mögliche Unwetterwarnungen für weite Teile Norddeutschlands an.

Die niedersächsische Nordseeküste rechnet mit einer Sturmflut. Bereits in den nächsten Tagen seien deutlich erhöhte Wasserstände zu erwarten, sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden.

Zugleich steigen die Temperaturen deutlich: Im Westen und Süden könnte es am Sonntag Werte von bis zu 15 Grad geben. Schnee hält sich nur noch in Lagen oberhalb von 2000 Metern. Damit werde sich bis in hohe Lagen Tauwetter einstellen, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Zusammen mit dem teils kräftigen Regen bringe die Schneeschmelze vielen Regionen Hochwasser.

Nach Modellrechnungen des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) tritt der Neckar zum Beispiel bereits am Freitag über die Ufer. An Rhein und Main sollen voraussichtlich am Wochenende steigende Wasserstände eintreten.

In den kommenden Tagen gelte allgemein: auf keinen Fall in den Wald gehen. Dort könne der Sturm Äste abbrechen, aber auch ganze Bäume entwurzeln. Die Menschen sollten auch darauf achten, alles windfest zu machen, sagte ein DWD-Sprecher, und beispielsweise Blumentöpfe ins Haus stellen.

Auch die Deutsche Bahn will auf den Sturm reagieren: «Wenn es konkret wird, werden die Züge auf bestimmten Streckenabschnitten die Geschwindigkeit reduzieren», sagte ein Bahn-Sprecher. Beim Sylt-Shuttle gebe es beispielsweise ab Windstärke 10 Einschränkungen, ab Windstärke 12 werde der Verkehr dort eingestellt.

Erst zum Sonntag flaut der Wind etwas ab. Weil die bestehende Westwetterlage aber nach den Berechnungen der Meteorologen stabil bleibt, kann es auch kommende Woche immer wieder stürmen.

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