Ein Video bei "Facebook" hatte die Ermittlungen wegen Körperverletzung in Gang gebracht. Nun stehen ein Polizist und ein weiterer Mann aus Oberhausen vor Gericht.

Oberhausen (dpa). Im Prozess gegen einen Polizisten aus Oberhausen wegen Körperverletzung im Amt hat das mutmaßliche Opfer von Tritten und Schlägen berichtet. "Ich hatte Angst zu sterben", sagte der 47-Jährige am Mittwoch vor dem Amtsgericht Oberhausen. Er bestritt, den Beamten zuvor angegriffen zu haben. Der 35 Jahre alte Polizeibeamte sei ihm hinterhergerannt und habe ihn attackiert.

Die beiden Männer waren laut Gericht in eine Rangelei vor der Kneipe "Anno 1700" im April 2014 verwickelt. Das Verfahren sei ins Rollen gekommen, nachdem in sozialen Internet-Netzwerken ein Video von dem Geschehen aufgetaucht war. Der 47-Jährige soll den Beamten laut Anklage ins Gesicht geschlagen haben, bevor er von ihm zu Boden gebracht wurde. Er ist unter anderem wegen Körperverletzung angeklagt. Doch der Polizist soll den 47-Jährigen laut Staatsanwaltschaft auf den Rücken und auf den Kopf geschlagen haben, als dieser bereits am Boden fixiert war.

Die Staatsanwaltschaft hatte auch gegen eine 33-jährige Polizistin ermittelt. Dieses Verfahren war wegen geringer Schuld gegen Zahlung von 500 Euro eingestellt worden.

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