Hannover. Neun Jahre lang ist ein Mädchen von seinem eigenen Onkel sexuell missbraucht worden - erst jetzt überwand die 13-Jährige ihre Angst und vertraute sich einer Bekannten an. Diese alarmierte die Polizei. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, gestand der 25 Jahre alte Arbeitslose aus Hannover die Vergewaltigungen in vollem Umfang. Er ist bisher nicht vorbestraft.  

Die Polizei geht von etwa 1000 Taten aus, da die Übergriffe fast täglich geschahen. Das Opfer habe erhebliche psychische Schäden davon getragen und werde nun behandelt, teilte die Polizei mit. Der Täter kam noch am Mittwoch in Untersuchungshaft. Sexueller Missbrauch wird mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft.

Zu den näheren Lebensumständen und der Familiensituation machte die Polizei aus Gründen des Opferschutzes keine Angaben. Auch blieb offen, warum es das Kind anscheinend nicht wagte, sich einem Angehörigen anzuvertrauen. Das Mädchen war zum Zeitpunkt des ersten Missbrauches erst vier Jahre, der Täter damals 16 Jahre alt.     

"Der Fall ist in dieser Dimension herausragend", sagte Polizeisprecherin Petra Holzhausen. "Wir wollen auch ausdrücklich andere ermutigen, sich zu öffnen, wenn sie unter ähnlichem Übergriffen leiden." Der Fall zeige, dass der Täter sofort verhaftet worden sei und dem Mädchen von dem Mann keinerlei Gefahr mehr drohe.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer