Brüssel. Bei starken Unwettern sind die Notrufnummern in Belgien zeitweise wegen zahlloser Anrufe an ihre Grenzen gestoßen. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, wegen Sachschäden nicht mehr die allgemeine Notrufnummer 112 zu wählen, sondern direkt mit der örtlichen Feuerwehr Kontakt aufzunehmen, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf das Innenministerium am Sonntag meldete. Die Wartezeiten unter der 112-Nummer seien für dringende Fälle zu lang, hieß es.

In weiten Teilen Belgiens tobten am Sonntag Unwetter mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. In der Region Antwerpen wurde laut Belga ein Jugendlicher durch einen umstürzenden Baum verletzt. In der rund 140 Kilometer von Aachen entfernten Stadt selbst wurde eine Frau durch ein herabstürzendes Baugerüst schwer verletzt. In der Hauptstadt Brüssel war der Bahnverkehr zeitweise beeinträchtigt.

Auch an der französischen Atlantikküste blieben am Sonntag etwa 112 000 Haushalte in Nordfrankreich nach heftigen Stürmen ohne Strom. Eine Autofahrerin wurde schwer verletzt als sie gegen einen umgestürzten Baum fuhr, wie der Sender France Info berichtete. Die Windböen erreichten teilweise eine Geschwindigkeit von 165 Kilometern in der Stunde und zogen am Sonntag ins Innere des Landes. Mindestens zwei weitere Menschen wurden verletzt. Größere Sachschäden gab es zunächst nicht. (dpa) 

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