Wöchentlicher Jackpot von zehn Millionen garantiert. Aber das Spielen wird teurer.

wza_1500x1000_430057.jpeg
Die 49 Lotto-Kugeln im Ziehungsgerät: Das geplante neue Euro-Lotto wird voraussichtlich mehr Ziehungskugeln benötigen.

Die 49 Lotto-Kugeln im Ziehungsgerät: Das geplante neue Euro-Lotto wird voraussichtlich mehr Ziehungskugeln benötigen.

dpa

Die 49 Lotto-Kugeln im Ziehungsgerät: Das geplante neue Euro-Lotto wird voraussichtlich mehr Ziehungskugeln benötigen.

Münster. Für zwei Euro Tippeinsatz Gewinnchancen auf mindestens zehn Millionen Euro wöchentlich: Voraussichtlich im Oktober wollen die deutschen Lotteriegesellschaften und acht weitere europäische Staaten mit dem neuen Euro-Lotto an den Start gehen.

Das bestätigte am Sonntag der Prokurist von WestLotto, Hans-Joachim Rotermund: "Der Einsatz ist ein ähnliches Verfahren wie beim Lotto: Man wird eine bestimmte Anzahl von Zahlen ankreuzen müssen. Die Spielformel ist aber etwas anders als sechs aus 49."

Anders als beim klassischen Lotto, bei dem sich ein zweistelliger Millionen-Jackpot erst über Wochen aufbaut, werde es beim Euro-Lotto jede Woche mindestens zehn Millionen Euro zu gewinnen geben. Außerdem sei alle zwei Jahre ein Hauptgewinn von 90 Millionen Euro möglich, sagte Rotermund. Den höchsten Jackpot im deutschen Lotto habe es 2007 mit knapp über 40 Millionen Euro gegeben.

Rotermund geht aber nicht davon aus, dass die Spieler in Scharen zum Euro-Lotto überlaufen. Das zeigten Erfahrungen aus anderen Ländern. Ein wesentliches Entscheidungskriterium sei der Tippeinsatz, der mit zwei Euro beim neuen Lotto deutlich höher liege als die üblichen 75 Cent.

Die Lottogesellschaften wollen mit dem neuen Angebot einen Kontrapunkt setzen zum illegalen Angebot im Internet. Durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag hätten die staatlichen Lottogesellschaften auch eine ordnungspolitische Rolle, sagte Rotermund.

"Wenn wir sehen, dass viele illegale Spiele im Internet angeboten werden und dort kein Spielerschutz vorhanden ist, dann müssen wir diesen Menschen, die illegal im Internet spielen, ein legales attraktives Angebot bieten."

Rotermund erwartet nicht, dass durch das neue Angebot die Spielsucht zunimmt. In ihrem Bericht halte die Bundessuchtbeauftragte Sabine Bätzing einen Anstieg der Zahl Spielsüchtiger in den vergangenen zwei Jahren fest.

Gleichzeitig habe es beim klassischen Lotto einen Umsatzrückgang gegeben. "Wenn Frau Bätzing sagt, die Glücksspielsucht ist gestiegen, und gleichzeitig haben wir mit unserem Lotto einen Umsatzrückgang, kann das kaum bei uns passiert sein."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer