Die Saison ist eröffnet. In Elspe hat ein neuer Winnetou Premiere: Erstmals spielt Jean-Marc Birkholz den Apachen-Häuptling.

Winnetou trägt die tote Ntscho-Tschi.
Winnetou trägt die tote Ntscho-Tschi.

Winnetou trägt die tote Ntscho-Tschi.

dpa

Winnetou trägt die tote Ntscho-Tschi.

Lennestadt. Wachwechsel für Winnetou: Beim Sauerländer Elspe-Festival hat der langjährige Winnetou-Darsteller Benjamin Armbruster das Fransenhemd in seiner 25. Saison an seinen Nachfolger Jean-Marc Birkholz übergeben.

Der unter anderem aus Fernsehsendungen wie „Polizeiruf 110“, „Verliebt in Berlin“ und „GZSZ“ bekannte Berliner Birkholz wurde am Samstag bei der Premiere von „Winnetou I“ in Elspe vom Publikum begeistert gefeiert. An der Seite des edlen Neu-Apachen kämpfte Oliver Bludau als Old Shatterhand gegen die Schurken.

Mehr als 60 Darsteller sorgen für eine rasante Bühnenshow

In einer Eingangsszene hatten zunächst noch Alt-Winnetou Armbruster und der Regisseur Jochen Bludau als Old Shatterhand-Senior ihre langjährige Blutsbrüderschaft Revue passieren lassen. Dann öffnete sich in einer Rückblende die Bühne für die neue Elspe-Generation.

Rasante Ritte und spektakuläre Effekte sorgten bei der diesjährigen Winnetou-Inszenierung für eine unterhaltsame Bühnenshow. Insgesamt waren mehr als 60 Stuntmen und Schauspieler auf der Bühne zu sehen.

Radost Bokel spielt Winnetous Schwester Ntscho-Tschi

Mit „Momo“-Darstellerin Radost Bokel als Winnetou-Schwester Ntscho-Tschi galoppiert in diesem Jahr ein zweiter TV-Star über die Naturbühne. Bis Anfang September soll Bokel insgesamt 52 Mal in den Armen von Old Shatterhand sterben.

Das günstigste Ticket kostet für Erwachsene 14,90 Euro. Für Kinder muss man 11,90 bezahlen. Ein Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 53,60 Euro. Ticket-Hotline: 02721/94440.

Das Elspe Festival ist bekannt für seine Karl-May-Festspiele, die jährlich rund 180 000 Besucher anziehen. In der über 50-jährigen Tradition des Unternehmens haben insgesamt schon mehr als 12,5 Millionen Zuschauer die Veranstaltungen besucht.

Neben der Naturbühne, auf der im Rahmen der Karl-May-Festspiele rund 60 Schauspieler auftreten, verfügt das Gelände über mehrere Gebäude im Western-Stil.

Die Schauspielerin, die als Elfjährige die Titelrolle in der Verfilmung von Michael Endes Roman „Momo“ spielte, hatte sich zuvor intensiv auf die tragische Rolle als Häuptlingstochter vorbereitet.

Die 37-Jährige hatte zuletzt beim Verspeisen von pürierten Kakerlaken im TV-Dschungelcamp für Aufsehen gesorgt. Während des Festivals hat sie jetzt mit Mann und Sohn im Sauerland Quartier bezogen.

Die Fortsetzung wird in Bad Segeberg aufgeführt

Bis zum 2. September erwarten die Veranstalter des privaten Festivals rund 180 000 Besucher. Rund die Hälfte der Tickets sei bereits im Vorfeld des Festivals verkauft worden, so Geschäftsführer Oliver Bludau.

Das alljährlich aufgeführte Karl-May-Spektakel mit mehr als fünfzigjähriger Tradition wurde nach Angaben der Veranstalter bereits von mehr als 12,5 Millionen Menschen besucht.

Wer die Fortsetzung sehen möchte, muss nur nach Bad Segeberg fahren, dort ist „Winnetou II“ zu sehen. Als edler Apachenhäuptling trat zum sechsten Mal Erol Sander auf. Bei wechselhaftem Wetter waren 7500 begeisterte Premierenzuschauer mit dabei – einige in Wildwestkostümen.

Begleitet von seinem Freund Old Shatterhand (Joshy Peters) sucht Winnetou den Mörder seines Vaters und seiner Schwester. Als Gaststars dieses Jahr dabei: Dunja Rajter als Vodoo-Priesterin undViva-Moderator Mola Adebisi als Barbesitzer.

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