Verendete Schafe
Hitzeopfer in Australien: Der kleinste Funke kann katastrophale Folgen haben. Foto: Lucas Coch

Hitzeopfer in Australien: Der kleinste Funke kann katastrophale Folgen haben. Foto: Lucas Coch

Australien liegt unter der seit Jahrzehnten schlimmsten Hitzeglocke. Foto: Lukas Coch

In Australien herrscht weiter die Alarmstufe rot. Foto: Lukas Koch

Immer wieder brachen neue Feuer aus. Foto: Patrick Caruana

Im Südosten Australiens ist die akute Buschbrandgefahr nicht gebannt. Foto: Patrick Garuana

dpa, Bild 1 von 5

Hitzeopfer in Australien: Der kleinste Funke kann katastrophale Folgen haben. Foto: Lucas Coch

Sydney (dpa) - Keine Entspannung im Südosten Australiens: Die akute Buschbrandgefahr ist nicht gebannt. Zehntausende Feuerwehrleute waren am Mittwoch im Einsatz, um Hunderte kleinere Brandherde einzudämmen.

Immer wieder brachen neue Feuer aus. Die Feuerwehr behielt zunächst die Oberhand. Dennoch herrschte weiter Alarmstufe rot, denn Tausende Hausbesitzer ignorieren die Aufforderungen der Behörden, vor den Flammen zu fliehen.

Die meisten Menschen nähmen die Warnungen der Behörden zwar ernst, «aber es gibt immer einige, die es besser wissen», sagte Rob Rogers von der Feuerwehr New South Wales dem Fernsehsender ABC. «Denjenigen möchte ich folgendes sagen: Wenn Sie in der Vergangenheit Warnungen ignoriert haben, dann ist heute der Tag, an dem sie auf die Behörden hören sollten.»

Das Land liegt unter der seit Jahrzehnten schlimmsten Hitzeglocke, und die Behörden warnen, dass der kleinste Funke katastrophale Folgen haben könne. Seit sechs Tagen liegen die Höchsttemperaturen über 39 Grad. Starke Winde können kleine Buschfeuer rasch in Flammenwalzen verwandeln. «Es wird wieder ein langer Tag», sagte der Chef der Feuerwehr des Bundesstaates New South Wales, Shane Fitzsimmons. «Alle Feuerwehrleute kennen die Risiken.» Nach einer leichten Abkühlung am Mittwoch sollen die Temperaturen wieder steigen.

«Ihr habt ein Wunder vollbracht und so viele Menschen und Häuser beschützt», sagte Premierministerin Julia Gillard in einer Nachricht an die zumeist freiwilligen Helfer. Bislang wurden in der Krisenregion nur wenige Gebäude zerstört, und es gab bisher keine Berichte über Tote oder Schwerverletzte - ein glimpflicher Verlauf im Vergleich zu den Buschbränden vor knapp vier Jahren. In der Region um Melbourne waren im Februar 2009 insgesamt 173 Menschen bei schweren Buschbränden gestorben. Etwa 2000 Häuser brannten damals nieder.

Aufregung gab es jedoch um drei Teenager im Bundesstaat New South Wales. Sie hatten in einem Vorort von Sydney einen Brand gelegt, wurden aber auf Kaution wieder freigelassen. Premier Barry O'Farrell zeigte sich entrüstet: «Wir sollten diese Leute hierher bringen. Und sie sollen helfen, die Schafe notzuschlachten, die durch die Brände verletzt wurden. Denn wenn man das einmal macht, will man so etwas nie wieder sehen», sagte er während eines Besuchs in einem stark von den Bränden betroffenen Bezirk.

Auf Tasmanien, das in der vergangenen Woche von Buschfeuern heimgesucht wurde, hätten viele Menschen ihr Eigentum verloren, sagte die Premierministerin des Bundesstaats, Lara Giddings. 128 Häuser wurden zerstört, etwa ein Prozent der gesamten Fläche brannte.

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