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Frische Hähnchen in Plastiktüten verpackt und mit Gewichts - und Preisangabe an einem Marktstand in Osterode am Harz - die Hähnchenmäster in Niedersachsen setzen immer mehr Antibiotika ein. (Archiv

Frische Hähnchen in Plastiktüten verpackt und mit Gewichts - und Preisangabe an einem Marktstand in Osterode am Harz - die Hähnchenmäster in Niedersachsen setzen immer mehr Antibiotika ein. (Archiv

dpa

Frische Hähnchen in Plastiktüten verpackt und mit Gewichts - und Preisangabe an einem Marktstand in Osterode am Harz - die Hähnchenmäster in Niedersachsen setzen immer mehr Antibiotika ein. (Archiv

Hannover (dpa). Die Hähnchenmäster in Niedersachsen setzen immer mehr Antibiotika ein. Gaben die Landwirte vor zehn Jahren noch durchschnittlich 1,7 Behandlungen, seien es heute 2,3, berichtet NDR Info. Ohne Antibiotika würden die zu Tausenden eng zusammengepferchten Tiere häufig nicht bis zum Ende ihrer Mastzeit überleben, sagte die Leiterin der Abteilung Verbraucherschutz und Tiergesundheit im niedersächsischen Agrarministerium, Heidemarie Helmsmüller.

Der Großteil des in Deutschland verzehrten Hähnchenfleisches kommt aus Niedersachsen. Mehr als die Hälfte der deutschen Hühnermastbetriebe stehen hier. Genaue Zahlen, wie viele Medikamente insgesamt in Deutschland eingesetzt werden, gibt es nicht. Ein Risiko beim Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist, dass sich Resistenzen bilden. Sie sind auch für den Menschen gefährlich, wenn bestimmte Antibiotika bei einigen Erregern nicht mehr wirken.

Obwohl Mäster seit 2006 Antibiotika nicht mehr als Wachstumsförderer verfüttern dürfen und der Tierarzt Medikamente nur noch verabreicht, wenn Tiere krank sind, ist der Verbrauch gestiegen. Das liege vor allem daran, dass meist alle Tiere behandelt würden, auch wenn nur einige Hühner krank seien - und meist lebten mehrere Zehntausend in einem Stall.

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