Konstanz (dpa) - Mit begeisterten «Ho-Narro»-Rufen haben Narren das Aufstellen ihres 33 Meter hohen Narrenbaums in Konstanz am Samstag gefeiert. Es war einer der Höhepunkte beim Großen Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN).

«Was an Weihnachten der Christbaum ist, ist an Fastnacht der Narrenbaum», sagte VSAN-Präsident Roland Wehrle. «Der Baum ist Symbol für die Fröhlichkeit an Fastnacht.»

Das Große Narrentreffen mit 69 Zünften aus Baden-Württemberg, Bayern und der Schweiz, das nur alle vier Jahre stattfindet, gilt als einer der Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Zum Umzug an diesem Sonntag erwarten die Veranstalter rund 15 000 Teilnehmer und bis zu 80 000 Zuschauer. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der den Zug eigentlich anführen sollte, hat allerdings aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Am Samstagabend wollten die Zünfte dem Publikum noch einen Einblick in ihr Brauchtum geben. Geplant waren unter anderem der Fackeltanz der Triberger Teufel oder eine Strohpuppenverbrennung der Offenburger Hexenzunft. Die Narrenzünfte Markdorf, Weingarten, Pfullendorf und Meersburg wollten beim Karbatschenschnellen kunstvoll ihre Peitschen knallen lassen.

Bereits am Freitagabend waren rund 2500 Narren aus der Region bei nasskaltem Wetter mit ihren Musikkapellen durch die historische Konstanzer Altstadt gezogen.

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