Düsseldorf (dpa) - Der Frost hat sich mit einer erneuten Reihe schwerer Unfälle aus Nordrhein-Westfalen verabschiedet. In den nächsten Tagen gibt es statt Schnee und Eis viel Regen und Wind bei Temperaturen bis 13 Grad. In der Nacht auf Montag wurde es an vielen Orten aber noch mal richtig rutschig. Die Polizei meldete zahlreiche Unfälle, bei denen es auch mehrere schwer verletzte Autofahrer gab.


So wurden im münsterländischen Kreis Warendorf drei Menschen schwer verletzt, als ihr Auto in einer Kurve abkam und auf einen Acker schleuderte. Der 22 Jahre alte Fahrer und seine 27 Jahre alte Beifahrerin konnten sich selbst aus dem Wagen befreien. Ein 56 Jahre alter Mitfahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Bei Steinfurt - ebenfalls im Münsterland - prallte ein Autofahrer gegen einen Baum. Der 42-Jährige und eine 36-jährige Mitfahrerin wurden schwer verletzt.

Im Westen Nordrhein-Westfalens - im Kreis Wesel - entwurzelte ein Lastwagenfahrer einen Baum, als er in einer Kurve von der glatten Fahrbahn abkam. Laut Polizei riss das unbeladene Fahrzeug den Baum von rund 60 Zentimetern Durchmesser aus der Erde, durchbrach einen Weidezaun und kam erst im Vorgarten eines Wohnhauses zum Stehen.

Allein im Rhein-Erft-Kreis zählte die Polizei am Montagmorgen sieben Glätte-Unfälle. In sechs Fällen blieb es bei Blechschäden. Im Rhein-Kreis Neuss überschlug sich der Wagen einer Autofahrerin. Sie erlitt schwere Verletzungen. Auch nahe dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück überschlug sich ein Auto: Eine 50-jährige Autofahrerin wollte auf schneebedeckter Straße einem Reh ausweichen.

Auch wenn es jetzt erst mal wärmer wird, ganz vorbei ist der Winter noch nicht. «Februar und März können immer noch mal die Zähne zeigen», sagt Wolfgang Reiff vom Deutschen Wetterdienst in Essen.

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