Strafverfahren gegen Schüler eingeleitet.

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Dieses Arsenal an Waffen stellte die Polizei bei den Abiturienten sicher.

Dieses Arsenal an Waffen stellte die Polizei bei den Abiturienten sicher.

Polizei Aachen

Dieses Arsenal an Waffen stellte die Polizei bei den Abiturienten sicher.

Aachen. Nach einem von der Polizei gestoppten "Abi-Streich" in Aachen hat die Polizei eindringlich davor gewarnt, die "Scherze" zu übertreiben. Die Ermittler veröffentlichten ein Foto der Waffen, mit denen neun junge Männer zwischen 18 und 20 Jahren, ausgerüstet mit Schutzkleidung und Masken, am Freitag einen Lehrer entführen und das Ganze filmen wollten. Die Aktion war als Streich des Abiturjahrgangs geplant gewesen.

Zeugen hatten beobachtet, wie sich die Vermummten am Freitagnachmittag dem Schulgelände näherten. Sie hatten unter anderem sieben Handfeuerwaffen und fünf Langwaffen dabei. Auch wenn es sich - abgesehen von einer Softairwaffe - um Nachbildungen handelte, sahen die Waffen täuschend echt aus und versetzten die Anrufer in Angst und Schrecken.

Die Polizei rückte entsprechend der geschilderten Situation mit einem Großaufgebot an und entwaffnete die Abiturienten. Nur dem besonnenen Verhalten der einschreitenden Beamten sei es zu verdanken, dass die Lage nicht eskaliert sei.

Aufgrund der Gesamtsituation wurden gegen die angetroffenen Personen Strafverfahren eingeleitet sowie die Waffen, die Schutzkleidung und die Masken sichergestellt. In ihren Vernehmungen hätten die jungen Männer den "Unsinn" eingesehen, teilte die Polizei am Montag mit.

Bei den Waffen handele es sich um frei zu erwerbende Nachbauten, die selbst vom Fachmann optisch vom Original nicht zu unterscheiden seien.

Eine weitere Scherzaktion von Abiturienten hat am Montag in der Bochumer Innenstadt zu einem Verkehrschaos geführt. Eine Gruppe von etwa 60 Schülern hielt zufällig Autos an, besetzte diese und ließ sich durch die Stadt fahren, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten rückten mit mehreren Streifenwagen an.

An einem Wittener Gymnasium war das Motto «Filmstars» ausgegeben worden. Als ein Schüler als Gangster verkleidet aus einem Auto heraus eine täuschend echt aussehende Schusswaffe auf Passanten richtete, musste ebenfalls die Polizei einschreiten.

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