Visselhövede. Fast sieben Jahre nach dem Mord an einer Schülerin aus Niedersachsen ist das Verbrechen aufgeklärt. Ein 40-Jähriger gestand nach Angaben der Staatsanwaltschaft Verden vom Montag, die 16 Jahre alte Sybille aus Visselhövede im Juli 2002 umgebracht zu haben.

Die Schülerin war nach einem Discobesuch nicht mehr nach Hause gekommen. Zwei Tage später entdeckten Kinder beim Angeln die Leiche im Wasser eines Rückhaltebeckens. Die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" hatte einst keine entscheidende Spur gebracht.

Bei seinem Geständnis am vergangenen Freitag sagte der Mann nach Angaben der Ermittler aus, Sybille nach einem Streit gewürgt zu haben. Schließlich habe er den Kopf des Mädchens solange unter Wasser gedrückt, bis es sich nicht mehr bewegt habe. Er habe lediglich gewollt, dass die Schülerin ruhig sei. Den Vorsatz, Sybille zu töten, will er nicht gehabt haben.

Der 40-Jährige war bereits direkt nach der Tat ins Blickfeld der Fahnder geraten, weil er der Letzte gewesen war, der das Mädchen lebend gesehen hatte. In zahlreichen Vernehmungen der Ermittler habe er sich damals in Widersprüche verstrickt. Die Tat konnte ihm aber zunächst nicht nachgewiesen werden.

Ermittlungen gegen den Mann wegen einer Sexualstraftat gegen seine frühere Freundin wiesen dann in den vergangenen Wochen Parallelen zu dem Fall von Sybille auf. Am vergangenen Mittwoch wurde der Haftbefehl erlassen, einen Tag später der Mann festgenommen.

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