Monheim und Dormagen rücken näher aneinander. Die „Piwipp“ befördert zwölf Personen. Noch ist der Service kostenlos.

Fähre
Das Böötchen „Piwipp“ bei der Eröffnung am Samstag.

Das Böötchen „Piwipp“ bei der Eröffnung am Samstag.

Dirk Thomé

Das Böötchen „Piwipp“ bei der Eröffnung am Samstag.

Monheim/Dormagen. Eine traditionelle Fährverbindung steht nun wieder: Nachdem das Piwipper Böötchen zuletzt 35 Jahre stillgelegen hatte, nahm es am Samstag seine Fahrten zwischen Monheim am Rhein und Dormagen wieder auf. Zu verdanken ist dies dem gleichnamigen Verein, der es geschafft hat, diese Verbindung binnen zweieinhalb Jahren wieder aufleben zu lassen. Die Fährverbindung hatte seit mindestens 1374 bestanden.

Tausende Besucher waren bei strahlendem Sonnenschein gekommen, um die Premiere mit den beiden Kapitänen an Bord, Wolfgang Hoffmann und Bernd Voigt, an Stromkilometer 714 mitzuerleben.

Dem Publikum auf beiden Seiten des Rheins bot sich ein beeindruckendes Bild: an Land Menschenmassen, auf dem Fluss ein Fontänen spritzendes Feuerwehrschiff, begleitende Boote der DLRG, ein herausgeputzter Aalschocker und Sportboote der Rudervereine aus Monheim, Dormagen und Düsseldorf-Benrath.

Wer einen Platz an Bord ergattern kann – pro Überfahrt werden maximal zwölf Personen befördert – muss nichts bezahlen, darf sich aber mit einer kleinen Spende erkenntlich zeigen. Ab dem Frühjahr 2013 werden pro Person und Überfahrt zwei Euro fällig.

Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann freute sich „über die Brücke, die das Piwipper Böötchen zwischen den beiden Städten schlägt“. Und sein Dormagener Amtskollege Peter-Olaf Hoffmann sagte: Noch nie ist die schäl Sick so nah gewesen.“

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