Paris (dpa) - Bei einer Schießerei vor einer jüdischen Schule in der südfranzösischen Stadt Toulouse sind nach Augenzeugenberichten mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Unter ihnen seien zwei Kinder, berichtete ein Korrespondent des TV-Nachrichtensenders BFM unter Berufung auf Polizei und Sanitäter.

Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Der Täter sei auf einem schwarzen Motorroller geflohen, berichtete BFM-TV unter Berufung auf Augenzeugen. Ein solches Fahrzeug hatte bereits bei zwei blutigen Anschlägen auf vier Soldaten in Toulouse und der nahe gelegenen Stadt Montauban eine Rolle gespielt.

Die Hintergründe der Bluttat sind noch völlig unklar. Wegen der Mordanschläge auf Soldaten wurde eine Sonderkommission eingerichtet. Die drei Getöteten sollen nordafrikanischer Abstammung sein; das noch in Lebensgefahr schwebende vierte Opfer ist ein Franzose schwarzer Hautfarbe von der Karibikinsel Guadeloupe. Die Gewalttaten bringen das Thema Sicherheit im laufenden Präsidentenwahlkampf höher auf die Tagesordnung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer