Osnabrück/Amsterdam (dpa). Schnee und Glätte haben den Verkehr in Osnabrück in der Nacht weitgehend lahmgelegt. Wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen sagte, kam es im Bereich der Polizeidirektion zu mindestens 85 Unfälle. Bei 12 davon wurden Menschen verletzt, größtenteils blieb es bei Blechschäden.

Auf der Autobahn 30 kam es zu mehreren Unfällen: Am Kreuz Osnabrück-Süd krachten insgesamt acht Fahrzeuge ineinander, auch zwei Lastwagen waren an dem Unfall beteiligt. Sieben Abschleppwagen waren im Einsatz.

Laut den Stadtwerken wurde der Busverkehr im gesamten Stadtgebiet sowie im Landkreis eingestellt. «Jeder, der sich momentan draußen bewegt, wird verstehen, warum wir das tun», sagte Pressesprecherin Katja Diehl am Morgen. Glatte Straßen machten einen sicheren Betrieb unmöglich. Wann die rund 250 Busse wieder ihre Garagen verlassen können, war zunächst unklar.

Auch im übrigen Niedersachsen kam es zu zahlreichen Beeinträchtigungen auf den Straßen. Ebenfalls stark betroffen waren die Bereiche Göttingen und Northeim. Hier zählten die Beamten innerhalb von 24 Stunden 87 Unfälle. Sieben Mal kamen Menschen zu Schaden. Vor allem zum Start des Berufsverkehrs krachte es reihenweise.


Wetteralarm in Niederlanden: Extreme Glätte legt Norden lahm


Extreme Glätte hat den Norden der Niederlande lahm gelegt. Das Meteorologische Institut KNMI löste am Dienstag die höchste Stufe des Wetteralarms aus. Der «Code rot» galt demnach zunächst für die an Niedersachsen grenzenden Provinzen Drenthe und Groningen sowie für das nord-westliche Friesland. Bürger wurden aufgefordert, ihre Autos stehen zu lassen. Züge und Busse fielen aus, und Schulen blieben geschlossen. Bereits in der Nacht hatten Eisregen und extreme Glätte zu Dutzenden von Unfällen geführt.

 

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