Drei Menschen kamen bei dem schweren Unfall ums Leben.
Drei Menschen kamen bei dem schweren Unfall ums Leben.

Drei Menschen kamen bei dem schweren Unfall ums Leben.

Felix Kästle

Drei Menschen kamen bei dem schweren Unfall ums Leben.

Ulm. Bei einer Massenkarambolage südlich von Ulm sind in der Silvesternacht drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden drei Menschen schwer und 13 weitere leicht verletzt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Zwölf Autos seien gegen 1.15 Uhr auf der Bundesstraße 30 bei Ulm-Donaustetten ineinander gefahren.

«Es sieht so aus, als seien alle in dieselbe Richtung gefahren», sagte ein Polizeisprecher nach ersten Erkenntnissen der Ermittler. Ein Geisterfahrer könne höchst wahrscheinlich ausgeschlossen werden, zumal es keine entsprechende Warnmeldung gegeben habe. «Vermutlich hat jemand gebremst, und dann gab es eine Kettenreaktion.» Zwei 80 Jahre alte Eheleute aus Ulm und ein 20-Jähriger aus dem Kreis Biberach starben. Das Paar saß dem Sprecher zufolge in einem anderen Auto als der 20-Jährige. Der genaue Unfallhergang sei bislang unklar. Die Polizei habe einen Gutachter eingeschaltet, um das genaue Geschehen zu ermitteln.

Offen war zunächst, ob Nebel eine Rolle spielte

Offen war zunächst auch, ob Nebel eine Rolle spielte. Den Rettungskräften bot sich ein schreckliches Bild. Die Autos waren rechts und links der an dieser Stelle dreispurigen Fahrbahn in die Leitplanken gerast. An einigen Wracks waren die Hecks oder Seiten aufgerissen. Autoteile lagen über mehrere Meter verteilt herum. Die Leichen lagen dem Sprecher zufolge mehrere Dutzend Meter von den Wracks entfernt auf der Fahrbahn.

Unklar war zunächst, ob die Menschen möglicherweise hinausgeschleudert und die Autos dann von hinten weitergeschoben wurden. Der Rettungsdienst brachte die Schwerverletzten in eine Klinik. Die leichter Verletzten kamen mit einem Bus der Feuerwehr in Krankenhäuser. Die Polizei sperrte die Bundesstraße nach dem Unfall in beide Richtungen. Sie sollte bis in den frühen Nachmittag komplett gesperrt bleiben, sagte der Sprecher. Um möglichst wenige Spuren zu zerstören sei bei der Bergung der Fahrzeuge Vorsicht geboten.

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