Russlanddeutsche protestieren
Demonstranten vor dem Kanzleramt: Die angebliche Entführung und Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen sorgte Anfang 2016 über Deutschland hinaus für Aufregung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Demonstranten vor dem Kanzleramt: Die angebliche Entführung und Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen sorgte Anfang 2016 über Deutschland hinaus für Aufregung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

dpa

Demonstranten vor dem Kanzleramt: Die angebliche Entführung und Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen sorgte Anfang 2016 über Deutschland hinaus für Aufregung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin (dpa) - Der Prozess um den Missbrauch eines russlanddeutschen Mädchens aus Berlin, das eine Vergewaltigung erfunden und damit Aufsehen über Deutschland hinaus ausgelöst hatte, findet hinter verschlossenen Türen statt.

Das Amtsgericht Tiergarten schloss vor Verlesung der Anklage die Öffentlichkeit aus - zum Schutz der damals 13-Jährigen, wie der Vorsitzende Richter begründete.

Ein 24 Jahre alter Bekannter der Schülerin steht wegen einvernehmlicher sexueller Kontakte zu dem Mädchen unabhängig von dem ursprünglichen Fall vor Gericht. Ihm wird schwerer sexueller Kindesmissbrauch sowie Herstellung von Kinderpornografie vorgeworfen.

Der Fall war bekannt geworden, weil das Mädchen Anfang 2016 nach einem mehr als 30-stündigen Verschwinden bei der Polizei erklärt hatte, sie sei von drei Männern entführt und vergewaltigt worden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow schaltete sich ein und warf deutschen Behörden Vertuschung vor. Hunderte Russlanddeutsche demonstrierten in Berlin.

Die Ermittler fanden heraus, dass das Mädchen vermutlich wegen Schulproblemen bei einem 19 Jahre alten Bekannten Unterschlupf gesucht hatte. Der nun Angeklagte geriet im Zuge der intensiven Ermittlungen in den Fokus. Zu Sex mit der damals 13-Jährigen soll es einige Wochen vor ihrem Verschwinden gekommen sein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer