Mando Diao lassen ihre Karriere Revue passieren. Foto: Bernd Weißbrod
Mando Diao lassen ihre Karriere Revue passieren. Foto: Bernd Weißbrod

Mando Diao lassen ihre Karriere Revue passieren. Foto: Bernd Weißbrod

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Mando Diao lassen ihre Karriere Revue passieren. Foto: Bernd Weißbrod

Berlin (dpa) - In ihrer Heimatstadt Borlänge waren Mando Diao anfangs Exoten und Außenseiter. Die schwedische Industriestadt war fest in der Hand von Metal-Bands, als die Truppe um Björn Dixgård und Gustaf Norén Ende der 90er Jahre anfing, die Welt zu erobern.

Und oben sind sie geblieben: Selbst der abebbenden Britpop-Welle trotzten die Jungs zuletzt und landeten mit dem Riesenhit «Dance With Somebody» sogar in der Disco. Das dazugehörige Album «Give Me Fire» eroberte Platz eins der deutschen Album-Charts.

Fünf Alben haben die Schweden bisher veröffentlicht - das wirft genug Stoff für ein Best-of-Album ab: «Greatest Hits Volume 1» haben es Mando Diao genannt, mit dem schönen Untertitel «The Early Years». Ganz offensichtlich haben Mando Diao noch einiges vor in der Rock'n'Roll-Welt.

Vornehmlich ihre Singles haben sie auf die Compilation gepackt, die ohne Rücksicht auf die Chronologie mit «Dance With Somebody» beginnt und anschließend mit «Long Before Rock'n'Roll» die absoluten Hitqualitäten der Band unterstreicht, deren Quellen im Garagenrock, den Sixties und Britpop liegen.

Nicht selten als Rock'n'Roll-Kopisten verschrien, als schlichte Epigonen der Kinks und Small Faces abgetan, sind Mando Diao ohne Wenn und Aber im Laufe ihrer Karriere großartige Ohrwürmer gelungen. «Down In The Past», «Welcome Home, Luc Robitaille», «Gloria» und, und, und...

«Wir sind eine Band und können gut spielen», meint Gustaf Norén, dem Vergleiche mit Bob Dylan, den Kinks oder den Beatles leicht über die Lippen kommen. Leisetreter waren die Schweden im Laufe ihrer Karriere nie gewesen.

Und im Weihnachtsgeschäft haben sie auch mitgemischt: «Christmas Could Have Been Good» heißt ihr Statement zum Fest, das seinen Weg auch auf das «Greatest Hits»-Album geschafft hat. Kein normaler Weihnachtssong mit Rauschgoldengeln und herzerwärmenden Geschenken. Es sei kein besonders «glücklicher» Song verriet Gustaf Norén in einem Video. Für viele Menschen sei die Weihnachtszeit eine sehr einsame Zeit meinen Mando Diao. Für all diejenigen sei dieses Lied gedacht - auch wenn Weihnachten schon passé ist...

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