Auf der „boot“ präsentieren sich dieses Mal auch die Anbieter von Kreuzfahrten.

Ein Superlativ auf der Messe: Die Princess 98 hat auch den Landgang über Düsseldorfer Straßen gemeistert.
Ein Superlativ auf der Messe: Die Princess 98 hat auch den Landgang über Düsseldorfer Straßen gemeistert.

Ein Superlativ auf der Messe: Die Princess 98 hat auch den Landgang über Düsseldorfer Straßen gemeistert.

Messe Düsseldorf

Ein Superlativ auf der Messe: Die Princess 98 hat auch den Landgang über Düsseldorfer Straßen gemeistert.

Düsseldorf. Die größte Yacht, die bei der Messe „boot“ ab dem 17. Januar zu bestaunen ist, hat es bereits geschafft: Die Princess 98, 30 Meter lang und 100 Tonnen schwer, ist bereits in den Hallen der Messe Düsseldorf angekommen. Offenbar unbeschädigt. Gut so, denn ihr Wert liegt bei 7,3 Millionen Euro (plus Mehrwertsteuer). Wer sich das nicht leisten kann, darf das gute Stück aber immerhin ab Ende nächster Woche bestaunen – in Halle 6 findet sich das Luxussegment der „boot“.

Bis zum Beginn der Schau am übernächsten Samstag wird Big Willi, der mehr als bärenstarke Schiffslift der Messe, 33 Yachten aus dem Rhein gehoben haben – auf dass sie von den Wassersportfans bewundert oder gar geordert werden.

Düsseldorfer Messe hofft auf 250 000 Besucher

Goetz-Ulf Jungmichel, Direktor der „boot“, hofft darauf, dass die im vergangenen Jahr gezählte Besucherzahl von 248 600, davon allein 50 000 aus dem Ausland, noch mal übertroffen wird.

Diese Besucher kommen freilich nicht nur, um Luxusyachten, darunter eine 25 Meter lange Segelyacht, zu bestaunen. „Das Herz der ,boot’“ so sagt es Messe-Chef Werner Dornscheidt, „schlägt nach wie vor für Segler, Motorbootfans und Kleinboot-Kapitäne, die beim Vortrieb auf Muskelkraft schwören.“ 450 Werften, Händler und Importeure zeigen eine Bootsparade, die von Kanus und Jollen bis zu Großyachten und auch schwimmenden Oldtimern reicht.

Doch das ist längst nicht alles: Auch für Sporttaucher sind die Messetage in Düsseldorf ein wichtiges Datum. Allerdings, so beklagt Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbands Wassersportwirtschaft, leidet dieser Teil der Branche unter der instabilen politischen Lage in der wichtigsten Tauchsportdestination Ägypten.

„Es fehlen jetzt schon mehrere Generationen der Neueinsteiger, weshalb der Tauchsport-Industrieverband 2014 einen Umsatzrückgang von etwa sechs Prozent beklage. Tracht: „Ägypten galt schon immer als Motor für Neueinsteiger in den Tauchsport. Dieser Motor ist ins Stottern geraten.“ Offenbar sieht auch das Land selbst darin ein Problem. Trotz der weiter instabilen Lage wirbt man auf der Messe mit einem Stand um Tauchurlauber.

Um eine ganz andere Art von Urlaub, der aber natürlich auch mit Wasser zu tun hat, geht es in Halle 14: Hier präsentiert sich die Kreuzfahrtbranche auf dem „größten maritimen Reisemarkt weltweit“, wie Dornscheidt es nennt. Hier präsentieren Reiseveranstalter und Reedereien ihre Traumreisen. Es kann auch direkt gebucht werden. Wer also selbst kein Kapitän sein will, wie es sich wohl die meisten Besucher der Boot erträumen dürften, kann auf diese Weise immerhin am Captain’s Dinner teilnehmen. Man kennt das aus der TV-Serie Traumschiff – diese Veranstaltung, bei der erst Wunderkerzen angezündet werden, alle viel essen und trinken und der Schiffsführer dann rührende Geschichten erzählt.

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