Nairobi (dpa). Ein Löwenrudel verbreitet in einem Dorf in der Region Laikipia in Zentralkenia Furcht und Schrecken, seit es die Weidegründe der Bauern und Viehzüchter zu seinem Jagdrevier gemacht hat. Bisher seien 17 Ziegen, vier Kühe und ein Esel den wilden Tieren zum Opfer gefallen, klagten Dorfbewohner in der Zeitung «Daily Nation».

Kinder trauten sich aus Angst vor den gefährlichen Raubkatzen nicht mehr zur Schule, berichtete die Zeitung am Freitag. Auch die Erwachsenen wagten sich kaum noch aus ihren Hütten heraus. «Es ist das zweite Mal, dass die Tiere in unser Zuhause einfallen», sagte ein Dorfbewohner. «Die vier Kühe, die sie gerissen haben, waren meine Lebensgrundlage.»

Die Löwen sollen aus einem privaten Schutzgebiet stammen. Die Dorfbewohner warfen der staatlichen Naturschutzbehörde KWS vor, nicht genug für ihre Sicherheit zu tun. Als KWS-Ranger sich vor Ort ein Bild von der Situation machen wollten, wurden sie von wütenden Dorfbewohnern vertrieben. Sie hätten zu spät reagiert, hieß es. Die Einwohner drohten, die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen und die Löwen zu töten.

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