2020 neue Verbindung über den Rhein. Lkw-Fahrer müssen höhere Strafe zahlen.

A1 - Rheinbrücke
Solche Risse in der Stahlkonstruktion machten die Sperrung der Brücke für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen notwendig. Nun folgt die Reparatur.

Solche Risse in der Stahlkonstruktion machten die Sperrung der Brücke für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen notwendig. Nun folgt die Reparatur.

Rolf Vennenbernd

Solche Risse in der Stahlkonstruktion machten die Sperrung der Brücke für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen notwendig. Nun folgt die Reparatur.

Leverkusen. Die Umgebung ist gewöhnungsbedürftig: Das schummrige Licht der Funzeln an der tief hängenden Decke, das Dröhnen in den Ohren, die leichten Vibrationen, wenn mal wieder ein Lkw das Durchfahrverbot missachtet hat: Dies ist bis Ende Februar der Arbeitsplatz für eine ganze Reihe von Mitarbeitern des Landesbetriebs Straßenbau (Straßen.NRW) – der Innenraum der unter der Fahrbahn der Leverkusener Rheinbrücke (Autobahn 1) verlaufenden Stahlkonstruktion.

Anfang März wird die Brücke auch für schwere Fahrzeuge wieder geöffnet

Rund elf Wochen haben die Arbeiter Zeit, um die Risse in der Konstruktion zu reparieren. Die 20 größten Schäden werden durch den Austausch ganzer Bleche beseitigt. Danach, also ab Anfang März, sollen auch wieder Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Brücke befahren dürfen – 13 000 bis 17 000 waren es vor der Sperrung jeden Tag.

Auch heute noch sind es nach Schätzungen weit mehr als 1000 Lastwagen pro Tag, die das Fahrverbot missachten und damit „unverantwortlich handeln“, wie NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) betont. Für die Fahrer, die bisher lediglich 20 Euro zahlen mussten, wird es nun jedoch teurer. Durch eine Änderung der Verkehrsführung müssen Lastwagen, die das Verbot missachten wollen, nun eine durchgezogene Linie überfahren. Ihnen drohen 90 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Bund und Land sind nun zuversichtlich, dass die Reparatur bis Anfang März gelingt. Für Autofahrer sollen sich die Einschränkungen nach Angaben von Straßen.NRW in Grenzen halten: Zwei Fahrstreifen pro Richtung sollen während der gesamten Zeit zur Verfügung stehen.

Bund und Land wollen Neubau nun schneller vorantreiben

Das tatsächliche Großprojekt beginnt erst nach der Reparatur der fast 50 Jahre alten Brücke. Daneben soll nämlich bis 2020 der Neubau geplant und fertiggestellt werden. Dieses Vorhaben genieße nun „Priorität 1A“, heißt es aus dem Bundesverkehrsministerium, das für die Planung knapp eine Million Euro beisteuern wird. Die alte Brücke, über die täglich rund 130 000 Fahrzeuge rollen, soll aber bis zur Fertigstellung geöffnet bleiben.

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