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Ein Kleinbus mit einem Bergführerlogo steht vor dem Haus des Reiseveranstalters Flory Kern in Schonach (Schwarzwald-Baar-Kreis). Die im Osten Russlands bei einer Lawine getöteten deutschen Skifahrer waren mit einer Reisegruppe des baden- württembergischen Veranstalters Flory Kern aus Schonach unterwegs.

Ein Kleinbus mit einem Bergführerlogo steht vor dem Haus des Reiseveranstalters Flory Kern in Schonach (Schwarzwald-Baar-Kreis). Die im Osten Russlands bei einer Lawine getöteten deutschen Skifahrer waren mit einer Reisegruppe des baden- württembergischen Veranstalters Flory Kern aus Schonach unterwegs.

dpa

Ein Kleinbus mit einem Bergführerlogo steht vor dem Haus des Reiseveranstalters Flory Kern in Schonach (Schwarzwald-Baar-Kreis). Die im Osten Russlands bei einer Lawine getöteten deutschen Skifahrer waren mit einer Reisegruppe des baden- württembergischen Veranstalters Flory Kern aus Schonach unterwegs.

Ennepetal/Schwelm (dpa). Von den zehn bei einer Skitour in Russland durch eine Schneelawine getöten Menschen kommen zwei aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Nach Angaben der Kreispolizei in Schwelm handelt es sich um einen 41-Jährigen aus Ennepetal und einen 36-Jährigen aus Sprockhövel. Ein weiterer 39-Jähriger aus Ennepetal sei schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Alle waren Mitglieder des Skiclubs Gevelsberg.

Das Unglück hatte sich am Samstag im Fernen Osten Russlands, auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka, während einer sogenannten «Heliskiing»-Tour ereignet. Ein Hubschrauber hatte dabei elf Ski- und Snowboard-Touristen in einer Höhe von 1200 Metern abgesetzt und den Hubschrauber 100 Meter vom Berg entfernt abgestellt. Wenig später wurden die Reisegruppe und die Besatzung von der Lawine überrascht. Nach Behördenangaben hatte sich die Reisegruppe nicht bei den Rettungsmannschaften registriert.

Fünf Deutsche und fünf Russen, darunter einer mit doppelter Staatsangehörigkeit, starben. Die anderen deutschen Toten kamen aus Bayern und Baden-Württemberg. Ihre Leichen sollen ab Dienstag in die Heimat gebracht werden.

Das Unglück soll von den Wintersportlern selbst ausgelöst worden sein, teilten die russischen Behörden am Montag mit. Zunächst hatte es geheißen, ein Helikopter habe die Lawine ausgelöst. Das Zivilschutzministerium teilte am Montag nach Angaben der Agentur Interfax mit: «Ein Hubschrauber setzte die Gruppe auf dem Hang ab, flog ins Tal und stand zum Zeitpunkt der Lawine am Fuß des Bergs.»

Psychologen kümmerten sich um die Hinterbliebenen, die mittlerweile auf Kamtschatka eintrafen. Zwei Menschen, darunter der 39-Jährige, überlebten das Unglück schwer verletzt. Fünf weitere Deutsche sowie ein Belgier konnten sich in Sicherheit bringen.

Der 39-Jährige habe nach dem Unglück noch bei der Bergung der Opfer geholfen, sagte der Vorsitzendes des Skiclubs Gevelsberg, Klaus- Dieter Paulus. Die drei Vereinsmitglieder hätten privat an der Reise teilgenommen. Ein für das kommende Wochenende geplantes Vereinsfest sei abgesagt worden.

Die Reisegruppe im Alter von 16 bis 62 Jahren war seit dem 1. April unterwegs und wollte bis zum Sonntag (11. April) bleiben. Das von Vulkanen geprägte Naturparadies Kamtschatka gilt als Tipp für Abenteuerreisen. In der unwegsamen Region gibt es kaum Straßen. So sind Hubschrauber oft das einzige Verkehrsmittel.
 

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