Hamm. Mit einem Lasergerät zielte er zweimal auf einen fliegenden Polizeihubschrauber. Am Mittwoch bekam der 29-Jährige aus Hamm dafür vom Amtsgericht Hamm die Quittung: Das Gericht verurteilte ihn zu einer zehnmonatigen Haftstrafe auf Bewährung und 1000 Euro Geldstrafe wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Der Mann hatte in einer Nacht Anfang Juni einen grünen Laserstrahl auf den Hubschrauber "Hummel 4" gerichtet, der gerade auf dem Weg zu einem Einsatz war. Dabei wurde der Pilot geblendet. Weil die Maschine über den Autopiloten gesteuert wurde, gab es jedoch keine Störung des Flugs. Kurz danach klagte der Pilot jedoch über die Beeinträchtigung eines Auges, wie das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW in Duisburg mitteilte.

Auf dem Rückflug nahm die Besatzung die gleiche Route, um nach dem Täter zu suchen. Als sich der Hubschrauber dem Haus näherte, wurde er plötzlich erneut mit grünem Laserlicht angeleuchtet.

Die Besatzung landete wenig später auf einer nahe gelegenen Wiese. Gemeinsam mit Beamten aus herbeigerufenen Streifenwagen ging sie zu dem Haus und traf den 29-Jährigen. Er gab zu, den Laser auf den Hubschrauber gerichtet zu haben. Mit welcher Art von Lasergerät der Mann die Besatzung blendete, wurde nicht bekannt.

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