Um die Nachfolge von Nikolaus Schneider bewerben sich zwei Frauen und ein Mann.

protestanten
Sie kandidieren: Ellen Ueberschär (44) ,

Sie kandidieren: Ellen Ueberschär (44) ,

Manfred Rekowski (54) aus Wuppertal sowie

Petra Bosse-Huber (53), ebenfalls aus Wuppertal

Ingo Wagner, Bild 1 von 3

Sie kandidieren: Ellen Ueberschär (44) ,

Düsseldorf/Wuppertal. Mit ziemlich gemischten Gefühlen geht Nikolaus Schneider in seine letzte Jahressynode als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zehn Jahre lang hat der Duisburger Theologe die mit knapp 2,8 Millionen Mitgliedern zweitgrößte evangelische Landeskirche in Deutschland geleitet. „Ich bin ein überzeugter Rheinländer“, bekennt der Sohn eines Stahlarbeiters.

Schneider sitzt auf gepackten Koffern – er zieht nach Berlin

Kommende Woche wählt die Landessynode in Bad Neuenahr nun einen oder eine neue Präses. Bis zum 3. März wird Schneider, der im vergangenen September 65 Jahre alt wurde, noch offiziell an der Spitze stehen. Dann übergibt er bei einem Gottesdienst in der Düsseldorfer Johanneskirche den Stab.

Schneider sitzt sozusagen schon auf gepackten Koffern. Denn mit seiner Frau Anne zieht er nach Berlin, wo eine Tochter mit Kindern lebt. Bis 2015 bleibt Schneider noch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die auch ein Büro in Berlin hat.

Mit Spannung wird nun erwartet, wer von den drei Kandidaten für die Nachfolge Schneiders das Rennen machen wird. Gleich zwei Kandidaten kommen aus Wuppertal. Vizepräses Petra Bosse-Huber (53) ist seit zehn Jahren Stellvertreterin Schneiders. 2003 hatte die Theologin die Präseswahl nur knapp gegen Schneider verloren.

Oberkirchenrat Manfred Rekowski (54), Leiter der Personalabteilung im Landeskirchenamt, wohnt ebenfalls in der bergischen Metropole. Während Bosse-Huber in jüngster Zeit verstärkt öffentlichkeitswirksame Auftritte hatte, ist Rekowski weniger bekannt.

Ellen Ueberschär aus Fulda gilt als Außenseiterin

Als Überraschung gilt die Kandidatur von Ellen Ueberschär (44), die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages (Fulda) ist. Die gebürtige OstBerlinerin hat eine beachtliche theologische Karriere vorzuweisen, bei der Wahl gilt sie aber als Außenseiterin.

Spitzenvertreter der Kirche halten es für wenig vorstellbar, dass eine Nicht-Rheinländerin zur Präses gewählt wird. Als Nachteil gilt auch, dass sie bisher keine Gemeinde führte.

www.ekir.de

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