Kaufmann verliert bei einer „Geldwäsche“ 5000 Euro.

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Roland Müller, Experte von der Deutschen Bundesbank, prüft eine geschwärzte falsche 500-Euro-Banknote.

Roland Müller, Experte von der Deutschen Bundesbank, prüft eine geschwärzte falsche 500-Euro-Banknote.

dpa

Roland Müller, Experte von der Deutschen Bundesbank, prüft eine geschwärzte falsche 500-Euro-Banknote.

Köln. Immer wieder lassen sich auch Menschen, die im Geschäftsleben stehen und eigentlich Sinn für die Realität haben sollten, mit unglaublichen Methoden über den Tisch ziehen.

So fiel jüngst ein 35-jähriger Kaufmann in Köln auf den "Wash-Wash-Trick" herein und verlor dabei 5000 Euro. Den gesunden Menschenverstand hatte der Mann bei dem zweifelhaften "Geschäft" jedoch ausgeschaltet.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Kaufmann als Vermittler einer Zementfabrik im Internetportal "Alibaba" inseriert. Das Werk sollte 85 Millionen Euro kosten.

Eine "Trading Company der Republik Benin" meldete Interesse an und entsendete einen Herrn "Mboma" zu den Verkaufsverhandlungen. Dass der kräftige, glatzköpfige Herr "Mboma" ihm zum abgemachten Termin nicht aus dem Abfertigungsbereich des Köln-Bonner-Flughafens entgegeneilte, sondern aus einer anderen Tür kam, fiel dem Geschäftsmann zwar auf. Das reichte jedoch nicht, um ihm die Augen zu öffnen.

Die avisierte Begleichung des beachtlichen Kaufpreises sollte gleich in bar erfolgen. Zur Transportsicherung, so erklärte Herr "Mboma" in einem Leverkusener Hotel, seien die Scheine jedoch schwarz eingefärbt. Mittels einer Spezialbehandlung müsste die Beschichtung wieder abgelöst werden.

Dazu sei folgendes notwendig: Zwischen die schwarzen "Scheine" müsse ein echter Geldschein gelegt werden, das ganze werde mit einem Pulver bestreut und mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit begossen.

Dann würden auch die schwarzen Scheine zu echten. Bei einer ersten Demonstration kamen auch drei echte Scheine zum Vorschein: "Ich weiß zwar nicht wie, aber es hat funktioniert", gestand der 35-Jährige später kleinlaut gegenüber den Ermittlern.

Der Geschäftsmann stellte zehn weitere 500-Euro-Scheine zur Verfügung. Zur Überbrückung der "notwendigen Wartezeit" verließen beide das Hotelzimmer und trennten sich. Anschließend brach der Kontakt zum Leidwesen des Verkäufers allerdings jäh ab.

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