Herausforderung Kreuzfahrtschiff
Ein Job auf einem Kreuzfahrtschiff kann der Karriere einen Schub geben. (Foto: Bernd Wüstneck)

Ein Job auf einem Kreuzfahrtschiff kann der Karriere einen Schub geben. (Foto: Bernd Wüstneck)

dpa

Ein Job auf einem Kreuzfahrtschiff kann der Karriere einen Schub geben. (Foto: Bernd Wüstneck)

Berlin/Suhl (dpa/tmn) - Berufserfahrung in der Kreuzfahrt macht sich für spätere Bewerbungen in der Hotelbranche gut. Denn sie beweist, dass man ein hohes Maß an Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft mitbringt.

«Wer auf einem Kreuzfahrtschiff gewesen ist, von morgens bis abends mit den gleichen Leuten aus den unterschiedlichsten Ländern zusammengearbeitet hat, der hat ein hohes Maß an Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft bewiesen», sagt Dehoga-Sprecherin Stefanie Heckel. «Das alles ist auch bei der Arbeit in der Hotellerie an Land gefragt.»

Wer in der Hotellerie Karriere machen will, gehe ohnehin eine Zeit lang weg, häufig ins Ausland. «Über den Tellerrand gucken, andere Sprachen, andere Kulturen kennenlernen, gehört in der Branche dazu.» Arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff sei in dieser Hinsicht eine gute Schule.

Nur eine Zeit lang in der Kreuzfahrt zu arbeiten, ist durchaus üblich: «Wir möchten Mitarbeiter schon länger an uns binden, und wir haben auch Mitarbeiter, die mehr als zehn Jahre an Bord sind», sagt Haike Witzke, Personalchefin bei Aida Cruises in Rostock. «Aber die Fluktuation gerade im Hotelbereich ist hoch.» Zu wenigstens vier, fünf mehrmonatigen Einsätzen sollten Aida-Mitarbeiter bereit sein.

Zurück an Land geht es dann oft wieder in ein klassisches Hotel. Viele Bewerber nutzten die Arbeit in der Kreuzfahrtbranche als Karrieresprungbrett, ist auch die Erfahrung von Frank Fleischmann, Sprecher der Agentur für Arbeit in Suhl, deren Fachvermittlung für Hotel- & Gaststättenpersonal (HOGA) sich auf die Vermittlung von Fachkräften in der Kreuzfahrt spezialisiert hat: «Ein Zeugnis von Arosa oder Peter Deilmann ist sicher besser als das von einem Tante-Emma-um-die-Ecke-Hotel.»

«Und es gibt auch an Bord bereits Möglichkeiten aufzusteigen», sagt Fleischmann. Zwar seien die Verträge in der Regel zunächst befristet. «Viele Arbeitgeber sind aber interessiert daran, gute Leute zu behalten.» Und dazu gehört auch, ihnen Perspektiven für die Karriere zu bieten.

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