Mit Ischinger hat die Münchner Sicherheitskonferenz einen Leiter bekommen, der den Dialog sucht und schon selbst größte Gegner auf Kompromiss einschwören konnte.

Wolfgang Ischinger
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Wolfgang Ischinger kennt sich mit Krisen aus. Er war mit dem US-Diplomaten Richard Holbrooke am Friedensabkommen von Dayton für Bosnien und später am Balkan-Stabilitätspakt beteiligt. Er engagierte sich bei den Nato-Russland-Verhandlungen und für die Lösung des Kosovo-Konflikts. Mit Ischinger hat die Münchner Sicherheitskonferenz einen Leiter bekommen, der den Dialog sucht und schon selbst größte Gegner auf Kompromiss einschwören konnte. Die international hochkarätig besetzte Konferenz will er zu einem "Ort der Krisenprävention" machen.

Seine Devise: Reden ist Gold. Es könne sein, dass der Dialog nichts nütze - "aber falsch kann er nie sein", sagt der Diplomat. Der 62-Jährige kann zuhören. Er ist Jurist und Völkerrechtler, studierte in Bonn, Genf und in den USA. 1973 übernahm er seinen ersten Job - im Kabinett des damaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim. Zwei Jahre später kam er zum Auswärtigen Amt und stieg schnell in die Sicherheitspolitik ein. Er diente den Außenministern von FDP, Grünen und SPD. 1998 wurde er unter Joschka Fischer Staatssekretär, bevor er 2001 als Botschafter nach Washington und dann nach London ging. dpa

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