Wolfgang Franz, der neue Chef der fünf Wirtschaftsweisen, gilt als Realist und Reformer. Dabei macht sich der Arbeitsmarktexperte nicht immer Freunde.

Wenn sich der Chef des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu Wort meldet, fallen mitunter deutliche Worte: Protest gegen die Einführung eines Mindestlohns und zuletzt ein klares "Nein" zu staatlichen Hilfen für Opel. "Ich bin höflich im Ton, aber bestimmt in meinen Aussagen", sagt Franz von sich selbst.

Die Stimme des 65-Jährigen wird nun öfter zu hören sein: Er berät die Regierung künftig als Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Franz tritt damit die Nachfolge des Darmstädter Volkswirtschaftlers Bert Rürup an.

Der als humorvoll geltende Franz wurde 1944 in Nassau an der Lahn geboren und studierte an der Uni Mannheim Volkswirtschaft. Dort promovierte er 1974 über Arbeitsmarktanalysen. 1981 kam die Habilitation. Danach lehrte er an den Universität in Mainz, Stuttgart und Konstanz. Seit seiner Amtseinführung am ZEW hat Franz den Ruf des Mannheimer Forschungszentrums aufpoliert.

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